Die Erfolgsstory des Heimkehrers Kofi

20. Februar 2018

Der 21-jährige Kofi Dorkyi musste im vergangenen Jahr zurück nach Ghana. Der Asylbewerber kehrte jedoch mit Hoffnung im Gepäck zurück in seine Heimat. Er hatte durch Opportunity eine echte Perspektive erhalten – einen Berufsausbildungsplatz als Metallbauer in unserem Jugendausbildungsprogramm YAP (Youth Apprenticeship Program). In diesem Hilfsprogramm erhalten arbeitslose Jugendliche in Ghana eine dreijährige handwerkliche Berufsausbildung.

Kofi kam vor knapp drei Jahren nach Deutschland und hoffte auf ein Bleiberecht. Zu Fuß war Kofi von seinem Heimatland Ghana nach Libyen aufgebrochen, wo er zwei Jahre blieb, um sich das Geld für die Überfahrt auf einem Flüchtlingsschiff zu erarbeiten. In einem Schlauchboot erreichte der junge Mann Italien, weiter ging es nach München in ein Aufnahmelager. Gelandet ist er dann in Herford, wo er gut zwei Jahre gelebt hat.

Kofi Dorkyi mit Anke Luckja, Chrissie und Kevin Kelly in Herford am Gänsebrunnen. (Foto: Herforder Kreisblatt )

Kofi Dorkyi mit Opportunity-Projektkoordinatorin Anke Luckja sowie Chrissie und Kevin Kelly in Herford am Gänsebrunnen. (Foto: Herforder Kreisblatt )

Die wichtigsten Menschen für ihn in Herford war das Ehepaar Chrissie und Kevin Kelly. Kofi nennt die beiden sogar seine Eltern, denn die beiden haben ihn als Patensohn in ihre Familie aufgenommen. Sie haben den freundlichen, ruhigen und zuvorkommenden jungen Mann ins Herz geschlossen. Er wurde ein Teil der Herforder Gemeinde, arbeitete ehrenamtlich in der DRK-Kleiderkammer, spielte Fußball, lernte Fechten und besuchte Deutschkurse.

Als Kofis Asylantrag dann letztes Jahr abgelehnt wurde – Ghana gilt als sicheres Herkunftsland – suchten die Kellys nach Möglichkeiten Kofi in Ghana zu helfen. Sie fanden dabei Opportunity und unsere Leiterin der Projektkoordination Anke Luckja. Diese hatte selbst bis zu ihrem 25. Lebensjahr in Herford gewohnt, ihre Eltern leben noch immer dort. Anke Luckja machte es möglich, dass Kofi bei unserem lokalen Partner Sinapi Aba Trust – trotz der ungewöhnlichen Umstände – in das Youth Apprenticeship Program aufgenommen wurde.

Kofi ist mittlerweile wieder zurück in seiner Heimat. Und dort hat für ihn eine neue Zukunft begonnen. Seit dem 1. August 2017 macht er seine Ausbildung zum Metallbauer. Opportunity trägt die Kosten für die Ausbildung und die notwendigen Arbeitsgeräte, Werkzeuge und Materialien. Nach Abschluss seiner Lehre hat Kofi die Möglichkeit einen zinslosen Start-up Kredit aufzunehmen, um sich mit einer eigenen kleinen Werkstatt selbständig zu machen. Viele der fertigen YAP-Auszubildenden werden auch von ihren Ausbildern und Ausbilderinnen als Angestellte übernommen oder finden schnell eine andere Arbeitsstelle. So durchbrechen sie aus eigener Kraft den Kreislauf der Armut.

Wie es Kofi in seiner Berufsausbildung bisher ergangen ist, können Sie in den folgenden Briefen, die Chrissie Kelly geschrieben hat, nachlesen:

Brief 1: Die Rückkehr und der Start der YAP-Ausbildung

Brief 2: Drei Monate der YAP-Ausbildung sind geschafft

Brief 3: Zwischenstand der YAP-Ausbildung (Ostern 2018)

Brief 4: Zwischenstand der YAP-Ausbildung (Mai 2018)

Brief 5: Kofis erstes Lehrjahr ist geschafft (Juli 2018)

Brief 6: Monat 15 von Kofis Ausbildung (November 2018)

Zwei Zeitungsartikel über Kofi finden Sie hier:

Herforder Kreisblatt, Neue Hoffnung für Kofi

Neue Westfälische, Über Herford zum Ziel der Träume

Wenn Sie gerne arme, jedoch hoch motivierte junge Frauen und Männer in Ghana unterstützen wollen, können Sie als Unternehmen das CSR-Paket „Werden Sie Ausbilder in Afrika“ nutzen und direkt (mindestens zwei) Jugendlichen Hoffnung schenken.

Möchten Sie als Privatperson arme Jugendliche in Ghana unterstützen, können Sie gern für das Hilfsprogramm YAP spenden oder eine monatliche Ausbildungspatenschaft übernehmen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!