Kenia: Bessere Schulbildung für Kinder

Kinder tragen die Folgen schlechter Schulbildung 

Jedes dritte Schulkind in Kenia verlässt die Grundschule, ohne ausreichende Fähigkeiten in Mathematik, Schreiben und Lesen erworben zu haben. Dadurch werden Armut und globale Ungleichheit von Generation zu Generation fortgeschrieben.

In Kenia ist der Besuch öffentlicher Grundschulen (bis zur 8. Klasse) seit 2003 kostenlos; auch die Gebühren an öffentlichen Sekundarschulen wurden seit 2019 gesenkt. Dennoch reichen die staatlichen Investitionen nicht aus: Viele Schulen sind überfüllt, schlecht ausgestattet und die Lehrqualität ist oft unzureichend. Lehrpläne enthalten häufig keine klaren Lernziele, zudem werden kulturelle, regionale und soziale Lebensbedingungen selten berücksichtigt. Dadurch fehlen vielen jungen Menschen grundlegende Kenntnisse und Fähigkeiten für den Einstieg in den Arbeitsmarkt. Wer kann, schickt seine Kinder daher auf günstige nicht staatliche Schulen.

Nachhaltige Investition in Bildungsqualität

Durch die Digitalisierung von Lerninhalten und die Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften werden Lernbedingungen an ausgewählten Schulen (v. a. im ländlichen Raum) verbessert, ohne Familien zusätzlich zu belasten.

Dafür werden über 36 Monate Lehrkräfte geschult und Mentor*innen ausgebildet, die ihr Wissen weitergeben; eine E‑Learning-Plattform unterstützt die nachhaltige Umsetzung und den Zugang zu neuen Lehrmaterialien.

Unsere Ziele:

  • 187 Schulen verbessern ihre unternehmerischen Kompetenzen sowie die Qualität ihres Schulmanagements und Unterrichtsangebots.
  • 374 Lehrkräfte werden zu Mentor*innen ausgebildet und bieten Schulungen für andere Lehrkräfte an.
  • 1.870 Lehrkräfte vermitteln Lerninhalte didaktisch und pädagogisch kindgerechter für bessere Lernerfolge.
  • Für 37.400 Schulkinder verbessern sich die Lernbedingungen an ihren Schulen.

Schulleitung, Lehrpersonal und Infrastruktur:
Schulentwicklung für bessere Bildungs- und Zukunftsperspektiven

Insgesamt werden 15 digitale Schulungsmodule entwickelt und über eine E-Learning-Plattform zugänglich gemacht. Teilnehmende Schulen bekommen praxisnahe Trainings, wie Unterricht strukturierter, zielorientierter und lernwirksamer wird – besonders beim Lesen, Schreiben und Rechnen.

Begleitendes Mentoring hilft, Qualitätsziele wirklich umzusetzen: Trainer*innen und Mentor*innen werden aufgebaut, die ihr Wissen im Kollegium weitergeben und so neue Lernmethoden dauerhaft verankern.

In Clustern von 6–12 Schulen unterstützen sich die Schulen gegenseitig, teilen Best Practices und arbeiten an gemeinsamen Lösungen. Grundlage sind jährliche Selbstbewertungen, aus denen konkrete, langfristige Schulentwicklungspläne entstehen.

All diese Fortbildungs- und Qualitätsmaßnahmen dienen dazu, dass mehr Kinder in Kenia eine gute Schulbildung erhalten, dass sie mit Freude lernen und erfolgreich ihren Schulabschluss absolvieren.