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1. Was ist Opportunity International Deutschland?
2. Warum heißt die Organisation Opportunity International?
3. Warum werden so viele englische Ausdrücke benutzt?
4. Wie hilft Mikrofinanzierung der lokalen Wirtschaftsstruktur?
5. Warum ist Mikrofinanzierung besser als ein Almosen?
6. Welche Schichten der in Armut lebenden Menschen erreicht die Hilfe von Opportunity International?
7. Was ist mit den Menschen, die nicht in der Lage sind, ein Kleinunternehmen zu führen?
8. Was genau heißt „Fundraising“?
9. Was bedeutet „ganzheitliche Transformation“?
10. Gibt es Kreditnehmer, die aus der Trustbank-Gemeinschaft herauswachsen?
11. Wie wird Opportunity International finanziert?
12. Kann ich die Spende steuerlich absetzen?
13. Wozu überhaupt spenden, wenn doch Zinsen eingenommen werden?
14.
Warum sollte ich dafür spenden, dass andere Menschen ein Unternehmen
starten können, was ich mir selbst in Deutschland nicht leisten kann?
15. Wie viel von meiner Spende kommt tatsächlich im Bestimmungsland an?
16. Was heisst "Graswurzelebene"?
17. Was bedeutet „nachhaltig“?
18. Was bedeutet „Gemeinnützige Stiftung“?
19. Was ist die Trustbank-Methode?
20. Was versteht man unter der „absoluten Armutsgrenze“?
21. In welchen Ländern ist Opportunity International tätig?
22. Welchen Menschen helfe ich mit meiner Spende?
23. Was sind typische Kleinunternehmen?
24. Wie hoch ist die Rückzahlungsquote?
25. Was genau sind die positiven Auswirkungen auf das Leben der Kreditnehmer?
26. Was ist ein Loan Officer?
27. Wie oft erhalten die Leute einen Kredit?
28. Welche Gewähr habe ich dafür, dass Opportunity International das tut, was versprochen wird?
29. Kann eine kleine Spende von 5,- bis 50,- EURO auch schon etwas bewirken?
30. Was ist eine „Zustiftung“?
31. Warum wird so viel von Frauen geredet?
32. Wer kontrolliert die Partnerorganisationen und deren Projekte?
33. Was tut Opportunity International angesichts der HIV/Aids-Problematik besonders in Afrika?
34. Warum ist Opportunity International in Deutschland so klein?
35. Warum verlangt Opportunity International von den Armen Zinsen?
36. Wie sieht es mit dem Umweltschutz aus?
37. Kann ich helfen?
1. Was ist Opportunity International Deutschland?
Opportunity International Deutschland (OID) ist eine gemeinnützige Stiftung deutschen Rechts. Sie ist Teil des Opportunity International Netzwerkes, eine der weltweit führenden Organisationen in Mikrofinanzierung. Opportunity International bedient zurzeit über 800.000 Kreditnehmer auf der ganzen Welt.
2. Warum heißt die Organisation Opportunity International?
Opportunity International ist Teil eines internationalen Netzwerkes, das in den USA gegründet wurde. Von daher stammt auch der englische Name. „Opportunity“ heißt so viel wie Chance oder Gelegenheit, und das ist genau das, was wir unseren Klienten bieten: eine faire Chance, ihr Leben zu verändern.
Was bedeutet Mikrofinanzierung? Mikrofinanzierung ist die Vergabe von so genannten Mikrokrediten oder Kleinstkrediten an arme Menschen in aller Welt. Damit wird es ihnen ermöglicht, sich eine eigene Existenz aufzubauen, um nicht länger von Almosen oder Zinswucherern abhängig zu sein.
Um einen besonders nachhaltigen Effekt zu erzielen, werden die Kreditnehmer gleichzeitig sowohl in Unternehmensführung und Buchhaltung als auch in Themen der allgemeinen Lebensführung wie Gesundheit, Familienplanung oder Aids-Prävention geschult. Außerdem wird ihnen die Möglichkeit geboten, ein Sparkonto einzurichten oder eine Versicherung, z. B. gegen Ernteschäden, abzuschließen, damit sie durch derartige Katastrophen nicht beeinträchtigt werden.
Mikrofinanzierung ist also ein machtvolles Instrument im Kampf gegen die weltweite Armut.
3. Warum werden so viele englische Ausdrücke benutzt?
Opportunity International ist eine Organisation, die – wie der Name schon sagt – international operiert. Deswegen werden so viele englische Ausdrücke benutzt, die teilweise auch schon in der deutschen Sprache gebräuchlich sind.
4. Wie hilft Mikrofinanzierung der lokalen Wirtschaftsstruktur?
Opportunity International schafft durch sein Kleinkreditvergabe-Programm viele neue Arbeitsplätze. Bereits bestehende Kleinunternehmen können ihr Angebot erweitern, also etwa bei einem Marktstand ein breiteres Sortiment an Artikeln ankaufen und wieder verkaufen. Das zusätzlich erwirtschaftete Geld benutzen die Menschen unter anderem wiederum dazu, Haushaltsgeräte und hochwertigere Lebensmittel anzuschaffen.
5. Warum ist Mikrofinanzierung besser als ein Almosen?
Mit einem Almosen werden arme Menschen in der Abhängigkeit gehalten, sie bleiben gefangen in der Armutsfalle. Es werden immer weitere Almosen benötigt, um den Menschen zu helfen. Ein Ende der weltweiten Armut ist so nicht abzusehen. Mikrofinanzierung fördert jedoch das Eigenpotential, das eben auch bei armen Menschen vorhanden ist. Es wird Hilfe zur Selbsthilfe geleistet, damit sich die Menschen aus eigener Kraft auch dauerhaft aus der Armut befreien können.
6. Welche Schichten der in Armut lebenden Menschen erreicht die Hilfe von Opportunity International?
Grundsätzlich wendet sich die Hilfe von Opportunity International an alle Menschen, die unter der Armutsgrenze leben und keinen Zugang zu Leistungen der normalen Banken haben. Wir bemühen uns aber ganz besonders, die Ärmsten der Armen zu erreichen. Siehe auch Thema Armut.
7. Was ist mit den Menschen, die nicht in der Lage sind, ein Kleinunternehmen zu führen?
Diese Menschen erreichen wir mit unserem Ansatz nicht in erster Konsequenz. Man muss allerdings bedenken, dass ein Kreditnehmer durchschnittlich für sechs bis sieben weitere Familienmitglieder verantwortlich ist. So profitieren eben auch Kinder, alte und kranke Menschen von unserer Hilfe.
8. Was genau heißt „Fundraising“?
Fundraising heißt so viel wie „Mittelbeschaffung“, d. h. die Beschaffung von Spendengeldern. Dieser englische Ausdruck wird auch im Deutschen verwendet, da wir ansonsten kein gleichwertiges Wort dafür haben.
9. Was bedeutet „ganzheitliche Transformation“?
Transformation bedeutet so viel wie Umformung, Umwandlung, Veränderung. Wenn gesagt wird, dass eine ganzheitliche Transformation im Leben des Kreditnehmers stattfindet, heißt das, dass das Leben des Menschen komplett, also in allen Bereichen an Leib und Seele verändert wird. Es erfolgt nicht nur eine Erhöhung des Einkommens, sondern die Menschen werden zusätzlich noch geschult. Es verbessert sich so die Einsicht in Zusammenhänge der Unternehmensführung, aber auch des normalen Alltagslebens. Der Lebensstandart verbessert sich, Kinder können zur Schule geschickt werden. Durch diese umfassende Veränderung der Lebensumstände ist der Kreditnehmer letztlich in der Lage, sich selbst aus der Armut zu befreien.
10. Gibt es Kreditnehmer, die aus der Trustbank-Gemeinschaft herauswachsen?
Selbstverständlich. Das erste Mal ist dies im Prinzip der Fall, sobald der Kreditnehmer sein Darlehen zurückgezahlt hat. Dann kann er jedoch noch an einem zweiten und dritten Kreditzyklus teilnehmen. Danach sollte er in der Lage sein, sein Geschäft ohne weitere Kredite zu betreiben. Bei sehr leistungsfähigen Kreditnehmern gibt es aber auch noch die Möglichkeit, einen höheren Individualkredit zu vergeben. Dieser wird dann dazu benutzt, das Unternehmen noch weiter auszubauen. Somit schafft der Kreditnehmer selber Arbeitsplätze für andere arme Menschen.
11. Wie wird Opportunity International finanziert?
Opportunity International finanziert sich als gemeinnützige Stiftung durch private Spenden. Auch andere mildtätige Organisationen wie die Georg-Kraus-Stiftung oder die W. P. Schmitz-Stiftung unterstützen unsere Arbeit.
12. Kann ich die Spende steuerlich absetzen?
Ja. Spenden an gemeinnützige und mildtätige Stiftungen sind bis zu 10 Prozent des Jahreseinkommens steuerlich absetzbar. Eine Spende an Stiftungen ist darüber hinaus bis zu 20.450 Euro als Sonderausgabe abzugsfähig und zwar zusätzlich zu sonstigen Spenden. Eine Spendenquittung stellen wir Ihnen unaufgefordert zu Beginn des jeweils folgenden Jahres zu.
13. Wozu überhaupt spenden, wenn doch Zinsen eingenommen werden?
Die Zinseinnahmen decken zwar nach einiger Zeit die Ausgaben der Kreditvergabe, dennoch entstehen erst einmal hohe Kosten für die Grundlage unserer Arbeit: Partnerorganisationen, die vor Ort arbeiten, müssen aufgebaut werden, Büromieten und Mitarbeiter müssen bezahlt werden, Schulungen und Betreuung der Kreditnehmer müssen finanziert werden. Durch unseren verantwortungsvollen Umgang mit den Spendengeldern und das Niedrighalten der Kosten ist es zwar theoretisch so, dass sich die gesamte Organisation einmal selbst tragen kann und das Problem der weltweiten Armut gelöst ist, aber bis dahin ist es noch ein sehr weiter Weg. Im Moment warten auf jeden Fall laut Weltbank noch über eine Milliarde Menschen auf die Hilfe von Mikrofinanzierung, deswegen muss unsere Arbeit noch weiter aufgebaut werden. Aus diesem Grund sind wir auf Ihre Spende angewiesen.
14. Warum sollte ich dafür spenden, dass andere Menschen ein Unternehmen starten können, was ich mir selbst in Deutschland nicht leisten kann?
Als armer Mensch selbständig ein Unternehmen zu starten ist in Afrika oder Asien eine ganz andere Sachen als hierzulande. Die meisten Menschen dort arbeiten im informellen Sektor, d. h. sie sind zwar „selbständig“, aber eben nur als Straßenverkäufer oder Schuhputzer. Um den Menschen dort zu helfen, reichen schon 50 bis 150 Euro als Startkapital aus. Dies ist mit den Verhältnissen in Deutschland natürlich nicht zu vergleichen, wo es schon eines Startkapitals von mehreren Tausend Euro bedarf.
15. Wie viel von meiner Spende kommt tatsächlich im Bestimmungsland an?
Das können Sie selbst bestimmen. Wenn Sie eine zweckgebundene Spende tätigen, z. B. „Tsunami Indonesien“ oder „Ghana“, wird der Betrag zu 100 Prozent dorthin gesendet. Ein Teil dieses Geldes wird jedoch eventuell von unserer Partnerorganisation für Verwaltungskosten eingeplant, es sei denn, die Filiale arbeitet bereits kostendeckend, was nach etwa fünf Jahren der Fall ist.
Es gibt aber auch nicht zweckgebundene Spenden, die zum Teil für unsere Verwaltungskosten eingesetzt werden, oder sie werden dorthin geschickt, wo sie gerade am meisten gebraucht werden.
16. Was heißt „Graswurzelebene“?
Opportunity International setzt mit seiner Arbeit an der Graswurzelebene an. Das heißt für uns, dass wir das Problem der weltweiten Armut auf der untersten Ebene bei den ärmsten Menschen angehen, es quasi an der Wurzel fassen. Durch diesen „Graswurzel“-Ansatz führen wir nach und nach nicht nur eine Veränderung des Lebens der armen Menschen, sondern auch der gesamten Gemeinde, in der sie leben, herbei.
17. Was bedeutet „nachhaltig“?
Nachhaltig bedeutet so viel wie zukunftsfähig oder dauerhaft. Bei Opportunity International ist so viel von der Nachhaltigkeit der Entwicklung des Kreditnehmers die Rede, weil es uns darauf ankommt, eben nicht nur sehr kurzzeitig Menschen durch ein Almosen zu helfen und sie so in ihrer Abhängigkeit zu halten, sondern ihnen zu helfen, ihr Leben dauerhaft zu verändern. Siehe Kredit Plus Training.
18. Was bedeutet „Gemeinnützige Stiftung“?
Eine Stiftung ist eine Einrichtung, die mit Hilfe des Stiftungsvermögens einen vom Stifter bestimmten Zweck verfolgen soll, der in der Satzung schriftlich festgehalten wird. Opportunity International als gemeinnützige Organisation wurde von den Steuern befreit.
19. Was ist die Trustbank-Methode?
Die so genannte Trustbank-Methode wurde von Opportunity International entwickelt, um einen nachhaltigeren Effekt in der Entwicklung der Kreditnehmer zu erzielen, indem diese in eine Gemeinschaft eingebunden werden. Eine Trustbank (Vertrauensbank) ist eine Gruppe von 15 bis 20 Menschen, die auch füreinander bürgen. Sie unterstützen einander in ihrer Geschäftsidee und nehmen an wöchentlichen Treffen teil, wo sie auch zusätzliche Trainings zu Themen wie Unternehmensführung und Gesundheit erhalten.
20. Was versteht man unter der „absoluten Armutsgrenze“?
Die Weltbank sieht Menschen als arm an, wenn sie weniger als 1 $ (umgerechnet etwa 0,80 €) pro Tag verdienen. Diese Menschen können sich die erforderliche Ernährung und Bedarfsartikel des täglichen Lebens nicht mehr leisten (s. auch Armut).
21. In welchen Ländern ist Opportunity International tätig?
Opportunity International ist zurzeit in 27 Ländern tätig:
Afrika: Ghana, Kenia, Malawi, Mosambik, Ruanda, Sambia, Südafrika, Uganda, Zimbabwe
Asien: China, Indien, Indonesien, Philippinen
Lateinamerika: Dominikanische Republik, Honduras, Kolumbien, Mexiko, Nicaragua, Peru
Osteuropa: Albanien, Bulgarien, Mazedonien, Montenegro, Polen, Rumänien, Russland, Serbien
Opportunity International Deutschland betreut die Projekte in Ghana, Ruanda, Indien, Indonesien, Peru und Rumänien.
22. Welchen Menschen helfe ich mit meiner Spende?
Sie helfen armen Menschen in Afrika, Asien, Lateinamerika oder Osteuropa, die entweder ein schon vorhandenes kleines Unternehmen erweitern oder erstmalig eine Geschäftsidee realisieren wollen, unabhängig von Geschlecht, Herkunft oder Religionszugehörigkeit.
23. Was sind typische Kleinunternehmen?
Ein ganz typisches Kleinunternehmen ist die Produktion und der Verkauf von Lebensmitteln, Kleidungsstücken, Spielzeug, Werkzeug oder Schmuck in kleinen Ständen auf der Straße. Daneben gibt es aber auch noch Dienstleister und Handwerker wie Schuhputzer, Schneider, Schuster, Tischler und Friseure oder auch Kleinbauern und Fischer.
24. Wie hoch ist die Rückzahlungsquote?
Die Rückzahlungsquote liegt tatsächlich bei über 97 Prozent. Die Anzahl der säumigen Zahler ist also erstaunlich niedrig. Ein Grund dafür ist die von Opportunity International angewendete Trustbank-Methode, bei der die Gemeinschaft dafür sorgt, dass die Kredite ordnungsgemäß zurückgezahlt werden. Meistens sind die Kreditnehmer außerdem daran interessiert, sich für einen weiteren Kreditzyklus zu qualifizieren. Natürlich wählt Opportunity International seine Klienten sehr gewissenhaft aus und schult sie zusätzlich. Den Kreditnehmern ist klar, dass sie hier eine vielleicht einmalige Chance geboten bekommen, dem Teufelskreis der Armut zu entrinnen.
25. Was genau sind die positiven Auswirkungen auf das Leben der Kreditnehmer?
Mit einem Kleinkredit von Opportunity International haben die Kreditnehmer grundsätzlich die Möglichkeit, sich aus dem Teufelskreis der Armut zu befreien und ihre Lebensbedingungen nach und nach zum Positiven zu verändern.
Verbessert wird die Unterkunft, die Ernährung, die Kleidung, der Bildungsstand, die medizinische Versorgung, der soziale Stand und allgemeine Lebensstandard. Weitere Details hier.
Als Loan Officer bezeichnet man die Person, die die Kreditnehmer vor Ort betreut, wobei auf einen Loan Officer durchschnittlich 250 Klienten entfallen. Ein Loan Officer sorgt für die pünktliche Rückzahlung des Kleinkredites in Raten und hilft den Kreditnehmern bei eventuell auftretenden Problemen im Arbeitsalltag.
27. Wie oft erhalten die Leute einen Kredit?
Unsere Kreditempfänger beginnen mit einem sehr kleinen Kredit.
Wenn
sie verantwortungsvoll damit umgehen, bekommen sie weitere Darlehen,
die im Volumen zunehmen. Diese können unsere Klienten prinzipiell so
lange bekommen, bis sie Zugang zu einer regulären Bank finden.
Hat
ein Kleinunternehmer seine unternehmerischen Fähigkeiten unter Beweis
gestellt, dienen weitere Kredite zum Ausbau seines Betriebes. Dadurch
entstehen weitere Arbeitsplätze, so dass die positive Entwicklung über
die Familie des Kreditnehmers hinaus reicht.
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28. Welche Gewähr habe ich dafür, dass Opportunity International das tut, was versprochen wird?
Alle
unsere Partnerorganisationen haben sich zu regelmäßigen Reports
verpflichtet, in denen detailliert der Projektfortschritt und die
Verwendung der Spendengelder dargelegt werden.
Die Wirksamkeit
unserer Arbeit spiegelt sich in der hohen Rückzahlungsquote von 97 Prozent
wider. Der verantwortungsvolle Umgang mit Spendengeldern hat dazu
geführt, dass wir von Jahr zu Jahr mehr Menschen helfen können. Als
anerkannte gemeinnützige Stiftung unterliegen wir den gesetzlichen
Regelungen. Für eindeutige Transparenz lesen Sie hier unseren Jahresbericht.
Das
Opportunity International-Netzwerk begleitet intensiv jede
Partnerorganisation, um die bestmögliche Effizienz der Arbeit zu
gewährleisten. Überzeugen Sie sich von der Qualität unserer Projekte
bei einem "Insight Trip".
Begegnen Sie den Menschen, die vor kurzem noch in Armut gefangen waren.
Richten Sie alle ihre Fragen an sie und lernen dabei die Mitarbeiter
der Opportunity International - Partnerorganisationen kennen.
29. Kann eine kleine Spende von 5,- bis 50,- Euro auch schon etwas bewirken?
Ja,
natürlich! Auch kleine Beträge helfen uns beim Ausbau der weltweiten
Armutsbekämpfung. Oft sind wir gerührt von Spendern, die von dem
Wenigen, was sie haben, doch noch etwas abgeben, damit es anderen, die
noch weniger haben, besser geht. Schon für 50 Euro kann eine
Kreditnehmerin zum Beispiel eine Nähmaschine kaufen und sich damit
selbständig machen.
Regelmäßige Spenden ermöglichen es uns
langfristig, Projekte zu planen und durchzuführen, und reduzieren den
internen Bearbeitungsaufwand.
Dankbar sind wir jedoch für alle Spenden!
30. Was ist eine „Zustiftung“?
Jede Stiftung verfügt über einen bestimmten Betrag als Stiftungsvermögen. Dieses wird nie verbraucht und erzielt auch Zinseinnahmen. Zustiftungen erhöhen nun diesen Kapitalstock der Stiftung und werden nicht, wie die normalen Spenden, zur Erfüllung des Stiftungszweckes, in unserem Fall Mikrofinanzierungsarbeit, benutzt.
31. Warum wird so viel von Frauen geredet?
2/3 der Menschen, die in Armut leben, sind Frauen. Sie erledigen 67 Prozent der Arbeit weltweit, verdienen ca. 10 Prozent des Einkommens und ihnen gehört etwa 1 Prozent des Eigentums. Das heißt, Frauen sind im Allgemeinen bedeutend ärmer als Männer und verfügen über einen niedrigeren Sozialstatus. Über 86 Prozent unserer Klienten sind Frauen. Sie spielen für eine nachhaltige Entwicklung eine besondere Rolle. Offensichtlich liegt es vor allem in der Natur einer Mutter, alles zu geben, um ihren Kindern eine hoffnungsvollere Zukunft zu ermöglichen. Sie sind für die Feldarbeit, Wasser- und Brennholzversorgung, das Kochen, die Kindererziehung und oft auch für den Lebensunterhalt zuständig. Die Stärkung der Frau nimmt in vielen Kulturkreisen direkten Einfluss auf die soziale und ökonomische Entwicklung eines Landes. Die Kinderzahl pro Familie nimmt ab, die Chance auf Schulbildung und eine bessere Ernährung steigt.
32. Wer kontrolliert die Partnerorganisationen und deren Projekte?
Es
gibt genaue Richtlinien, woran sich die Partnerorganisationen von
Opportunity International halten müssen. Sie werden von einem Gremium
überwacht, das sich aus anerkannten Persönlichkeiten aus Wirtschaft,
Politik und Kirche zusammensetzt; sie unterliegen also einem
Akkreditierungs- und Auditierungsprozess.
Die Einbindung unserer
Partnerorganisationen in das Opportunity International-Netzwerk
ermöglicht es uns, ausschließlich mit ortsansässigen Organisationen
zusammen zu arbeiten. Gleichzeitig haben wir die Gewähr, dass Ihre
Spenden in der beabsichtigten Weise verwendet werden.
Das
Opportunity International-Netzwerk führt laufend
Schwachstellenforschung durch und kontrolliert die Ergebnisse unserer
Projekte auf die gewünschte nachhaltige Entwicklung. So können wir die
Effektivität unserer Hilfe zur Selbsthilfe ständig weiter steigern.
33. Was tut Opportunity International angesichts der HIV/Aids-Problematik besonders in Afrika?
Die HIV/Aids-Problematik ist ein wichtiges Thema besonders in Afrika, von der viele unserer Klienten betroffen sind.
Deswegen
führen wir speziell zum Thema Aids-Prävention Schulungen durch. Auch
die Stärkung der Rolle der Frau trägt zu einer besseren Verhütung und
damit Ausbreitung der Krankheit bei.
Untersuchungen
haben ergeben, dass über drei Viertel der Klienten in Afrika sich
entweder um Aidskranke oder um die Waisen Verstorbener kümmern.
Opportunity International bietet ihnen die Möglichkeit eines
ausreichenden Einkommens für sich und ihre Angehörigen. Weitere Infos hier.
34. Warum ist Opportunity International in Deutschland so klein?
Ein
Grund ist, dass in Deutschland das Spenden für gemeinnützige Zwecke
noch nicht so verbreitet ist. In vielen anderen Ländern hat das Prinzip
des freiwilligen Handelns für das Allgemeinwohl einen höheren
Stellenwert. Philanthropie, d. h. das freiwillige, nicht
gewinnorientierte Geben von Zeit und Wertgegenständen für öffentliche
Zwecke, ist dort eine verbreitete Grundhaltung. In Deutschland erwarten
die Menschen eher, dass die Verantwortung für das Allgemeinwohl vom
Staat übernommen wird. Doch auch hier zeichnet sich mittlerweile ein
Wandel in der Haltung der Menschen ab.
Ein
weiterer Grund ist die Tatsache, dass der spezielle Ansatz der
Mikrofinanzierungsarbeit hierzulande noch nicht so bekannt ist. Helfen
Sie uns deswegen, unsere Arbeit in der Öffentlichkeit bekannter zu
machen.
35. Warum verlangt Opportunity International von den Armen Zinsen?
Durch die Zinsen bemüht sich der Kreditnehmer, seine Darlehen rechtzeitig zurückzuzahlen. So helfen wir ihm, verantwortungsvoll mit den finanziellen Mitteln umzugehen, die dann schnellstmöglich wieder anderen Hilfsbedürftigen zur Verfügung stehen. Menschen, die keinen Zugang zu Bankkrediten haben, sind auf Kredithaie angewiesen, bei denen sie mehr als das Zehnfache an Zinsen bezahlen. Wo Opportunity International arbeitet, haben Kredithaie keine Chance, und Menschen, die bisher in deren zerstörerischer Abhängigkeit lebten, werden frei durch einen fairen Kredit. Unsere Zinsen richten sich nach dem im Land üblichen Niveau. Nur mit und nicht gegen den Markt sind wir erfolgreich. Zu geringe oder keine Zinsen würden den Markt untergraben und die Volkswirtschaft des Partnerlandes schädigen.
Wichtig für eine nachhaltige Entwicklung sind die intensive Schulung und Betreuung unserer Klienten. Die Zinseinnahmen decken den hohen personellen Aufwand ab, der hierfür notwendig ist. Die Mittel der Geberländer sind zinsfrei und helfen unseren lokalen Organisationen, nach einer ca. fünf- bis siebenjährigen Startphase finanziell selbstständig zu werden.
Unsere Methoden sind auf jedes Land individuell abgestimmt. Höhe und Laufzeit eines Kredites variieren. Generell ist das erste Darlehen gering, um die Kreditnehmer nicht zu überfordern. Spätere Kredite sind etwas höher, je nach Geschäftsverlauf und wie sich das Trustbankmitglied bewährt.
36. Wie sieht es mit dem Umweltschutz aus?
Armut ist oftmals eine der wichtigsten Ursachen für die Zerstörung der Umwelt. Die schwerwiegenden Probleme der Armut lassen den Umweltschutz in den Hintergrund treten; die finanziellen Mittel dafür können nicht mehr aufgebracht werden. Die Bekämpfung der Armut ist die Basis für einen Erfolg im Umweltschutz. Außerdem bieten unsere Partnerorganisationen Schulungen zum Thema Umweltschutz an.
Es gibt viele Wege, unsere Mikrofinanzierungsarbeit zu unterstützen: direkt durch eine Spende oder indirekt durch andere Aktionen.
Für mehr Informationen klicken Sie hier.