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Microschools - unser ABC gegen die Armut

Wie Menschen aus ihrer Armut heraus kommen, lässt sich in der Schule kaum lernen. Und doch ist Bildung ein Schlüssel, um Armut zu bekämpfen. Deshalb wollen wir Bildungsunternehmer, so genannte "Edupreneurs", und deren Kleinunternehmen, die "Microschools", unterstützen, die sich in vielen armen Staaten als Alternative zum staatlichen Schulsystem gebildet haben. Opportunity International möchte in den nächsten Jahren 100 dieser Schulen gründen und fördern.

Was sind Microschools?

Der Begriff sagt nichts über die Größe der Schule aus. Es geht also nicht um kleine "Zwergschulen", sondern um Schulen, die mit den Mitteln der Mikrofinanzierung - im Wesentlichen sind dies Kleinkredite - unterstützt werden. Allerdings sind diese Microschools tatsächlich oft klein - wenn sie zum Beispiel allmählich aus einem Nachhilfeangebot erwachsen und zunächst nur wenigen Schülern Platz bieten.

Warum unterstützt Opportunity International Microschools?

Microschools haben sich in vielen Staaten als sinnvolle Alternative erwiesen. Sie schließen Lücken, die das staatliche Schulsystem offen lässt - gerade auch für arme Familien. Sie nehmen die Kinder auf, die - aus regional sehr unterschiedlichen Gründen - keine staatlichen Schulen besuchen können.

Warum unterstützen wir ausgerechnet privat finanzierte Schulen?

SchuelerZum einen erhalten staatliche Schulen - das bringt dieser Status zwangsläufig mit sich - ohnehin staatliche und damit oftmals internationale Hilfe. Wir halten die private Initiative Einzelner, die neue Schulen aus ihrer gesellschaftlichen Verantwortung heraus gründen, aber unbedingt für unterstützenswert.
Oftmals entstehen Mikroschulen aus einer Art Elterninitiative heraus. Sie sind auf unsere Spenden angewiesen - auch um die Schulgebühren so niedrig wie möglich zu halten. Unsere einheimischen Partnerorganisationen vor Ort gewährleisten eine angemessene Auswahl der Privatschulen.
Unterstützt werden ausschließlich Schulen für Kinder aus armen Bevölkerungsschichten. Es geht also keinesfalls darum, Eliteschulen zu fördern. Im Übrigen erweisen sich private Schulen in ihren Ergebnissen oftmals besser als staatliche. Außerdem kann auch hier der marktwirtschaftliche Gedanke förderlich sein: Schulen, die im Wettbewerb zueinander stehen, bemühen sich um bessere Qualität.

Warum überlassen wir die Arbeit nicht dem Staat?

Eigentlich ist Bildung eine der wichtigsten Aufgaben des Staates. Dort aber, wo der Staat nicht in der Lage ist, allen Kindern ein ausreichendes Schulangebot zu bieten, wollen wir private Initiativen unterstützen. Im Übrigen werden Privatschulen in den Ländern, in denen wir tätig sind, in der Regel vom Staat als Alternative akzeptiert oder zumindest geduldet.
Außerdem ist die Situation in vielen Ländern so, dass viele Kinder überhaupt  nicht in die Schule gehen, z.B. weil sie arbeiten müssen oder der Schulweg zu weit ist. Genau diese Kinder wollen wir mit unserem Angebot erreichen.

Sind private Schulen besser als staatliche Schulen?

SchulhofDies lässt sich sicherlich kaum pauschal beantworten. Aber nach einer Studie des britischen Bildungswissenschaftlers Professor James Tooley sind privat betriebene Schulen tatsächlich oft die bessere Alternative zu staatlichen Einrichtungen. Tooley untersuchte die Abschlussergebnisse von Schülern in mehreren afrikanischen und asiatischen Staaten und kam zu dem Ergebnis, dass die Schüler in privaten Schulen insgesamt besser ausgebildet sind. Lesen Sie hier seinen Bericht "Private Schools for the Poor".
Tooleys Ergebnisse passen auch zu unseren Erfahrungen und zu dem, was wir in den von uns unterstützten Ländern oft erleben. In staatlichen Schulen sind die Klassen oft erheblich größer und die Lehrer unmotivierter.

Können sich arme Menschen die Schulgebühren überhaupt leisten?

Gerade die Tatsache, dass Eltern mit niedrigem Einkommen bereit sind, Schulgebühren zu zahlen, obwohl staatliche Schulen oftmals nicht gebührenpflichtig sind, zeigt uns, dass die von uns unterstützten Schulen ihre Berechtigung haben. Viele Eltern halten ihre Kinder dort offenbar für besser aufgehoben: kürzere Schulwege, motiviertere Lehrer, kleinere Klassen.
Gerade die privaten Schulen haben Zulauf - und zwar auch in den Slumgebieten. Außerdem finden sich in den meisten Microschools Modelle, die den Schulbesuch ermöglichen, selbst wenn den Eltern das Bezahlen gerade nicht möglich ist: Die Gebühren können später bezahlt oder zum Beispiel durch Mithilfe in der Schulküche ausgeglichen werden.

Warum passen Microschools zur sonstigen Arbeit von Opportunity?

SchuelerWir glauben, dass Bildung ein wichtiger Schlüssel ist, um eines der Kernziele von Opportunity zu erreichen: nämlich Armut zu überwinden. Von der Microschool über das neue Ausbildungsprogramm YAP bis hin zum Kleinkredit können wir Menschen in armen Ländern von der Kindheit bis ins Arbeitsleben mit unseren Angeboten begleiten. Zudem fördern wir die auch hinsichtlich des Schulbesuchs oftmals vernachlässigten Mädchen. Und bei unserer Mikrofinanzarbeit erweisen sich gerade Frauen als die wichtigere Stütze einer sich wirtschaftlich entwickelnden Gesellschaft.

Indem Opportunity Microschools unterstützt, soll dreierlei erreicht werden:

1. mehr Chancen für arme Menschen, ihren Kindern Bildung zukommen zu lassen
2. Unterstützung von Kleinunternehmern, in diesem Fall "Edupreneurs", durch Kleinkredite
3. Hunderte neuer Arbeitsplätze für Lehrer oder andere schulische Hilfskräfte

Wo wollen wir Microschools gründen?

Neben Ghana, wo durch unsere Kredite bereits seit Jahren viele Microschools wachsen, wollen wir uns in fünf weiteren Ländern engagieren: Malawi, Mosambik, Uganda, Indien und auf den Philippinen. Bis 2012 werden wir in diesen Ländern 100 neue Schulen gründen. Gleichzeitig sollen bestehende Schulangebote, auch in anderen Staaten, weiter unterstützt werden.

Wie kann ich helfen?

Es gibt viele Arten der Unterstützung: Spenden Sie unter dem Stichwort "Microschools", informieren Sie Andere über unsere Arbeit, organisieren Sie eine Veranstaltung oder werben Sie für uns auf Ihrer Homepage.