
Die
Kluft zwischen Arm und Reich ist in Lateinamerika besonders groß. Das
hohe Bevölkerungswachstum verstärkt die Landflucht und lässt die
Elendsviertel der Städte ausufern. Unter- und Fehlernährung sind weit
verbreitet, die medizinische Versorgung ist sehr schlecht.
Im
Allgemeinen gibt es in Lateinamerika keine wirklich verarmten Länder,
auch wenn es dort sehr arme Bevölkerungsschichten gibt. Allerdings
haben diese Länder mit besonderen geographischen Schwierigkeiten zu
kämpfen. Ecuador und Peru z. B. sind Andenstaaten, deren Bevölkerung zu
einem Teil im tropischen Tiefland und zu einem Teil im Andenhochland
lebt. Transporte von Gütern sind somit gefährlich und teuer.
Außerdem
ist die politische Lage in vielen Ländern Lateinamerikas durch die
ausgeprägte Spaltung zwischen der wohlhabenden, von Europäern
abstammenden und indigenen, also eingeborenen, Bevölkerung in hohem
Maße konfliktträchtig und häufig auch gewalttätig.
Dazu kommen natürliche Katastrophen wie Erdbeben, Dürreperioden, Überschwemmungen und Erdrutsche. Opportunity
International hilft der armen Bevölkerung Lateinamerikas. Wir sind dort in 6 Ländern für rund 84.000 Kreditnehmer tätig. In Kolumbien
und Honduras liegt praktisch die Wiege von Opportunity International:
1971 starteten dort erfolgreich unsere ersten
Mikrofinanzierungsprojekte.
Opportunity International Deutschland ist mit seinem Mikrofinanzierungs-Programm in der Dominikanischen Republik und in Peru tätig.