Die Philippinen sind mit über 7.100 Inseln der fünftgrößte Inselstaat der
Welt. Sie werden nach einer diktatorischen Herrschaft nun wieder demokratisch
regiert. Obwohl es immer noch zu Übergriffen von Guerillagruppen kommt, hat
sich die Menschenrechtslage in den letzten Jahren sehr verbessert.
Nach Jahren des Verfalls weist die philippinische Wirtschaft trotz Zusammenbrüchen
der Stromversorgung, Streiks und Naturkatastrophen auch Zeichen der Erneuerung
auf.
Doch Armut ist immer noch ein großes Problem. Rund 40 Prozent der 86 Mio.
Einwohner
leben unterhalb der Armutsgrenze. 28 Prozent der philippinischen
Kinder sind unterernährt. In allen größeren Städten finden sich ausgedehnte
Slums. Eine erschreckend große Zahl von Kindern lebt ganz auf sich gestellt auf
der Straße.
Viele Menschen in den größeren Städten kämpfen um ihren täglichen Lebensunterhalt. Als Prostituierte, Schuhputzer oder Müllsammler sind viele Menschen dazu gezwungen, einen Teil ihres Verdienstes an Zwischenhändler oder als Schutzgeld an Banden zu zahlen.