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Klientengeschichten aus Indonesien

Lutfiah: Ein erfolgreiches Unternehmen in den Slums

Lutfiah (35) hat mit Hilfe ihres Mannes Hariantoh (41) innerhalb von nur zwei Jahren ein erfolgreiches kleines Unternehmen mit 18 Mitarbeitern aufgebaut. Früher arbeiteten sie in einer Schuhfabrik. Doch die Schichten waren lang und Lutfiah hatte Probleme, ihre Kinder ordentlich zu versorgen. Deswegen hatte sie die Idee, sich selbständig zu machen.

Lutfiah und Hariantoh brachten zwar genügend Know-how mit, doch aufgrund ihrer Armut und ihrer Herkunft aus den Slums galten sie bei normalen Banken als nicht kreditwürdig. Zum Glück erkannte Opportunity International in Denpasar schnell ihr Potential und gab ihnen mit einem kleinen Anfangskredit die Starthilfe für eine eigene Schuhproduktion.

Schuhproduktion
Schuhproduktion

Nachdem die Beiden ihren ersten Kredit pünktlich wieder zurückgezahlt hatten, stellte Opportunity International ihnen eine größere Summe von rund 400 Euro zur Verfügung. Dadurch waren sie in der Lage, in kürzester Zeit eine erfolgreiche Produktion von Sandalen aufzubauen.

Inzwischen geben sie damit 18 weiteren Angestellten Lohn und Brot. Im Schnitt werden pro geschaffener Arbeitsstelle weitere sechs Familienmitglieder erreicht und mitversorgt. Mit diesem Kredit wurden also tatsächlich über 100 Personen geholfen!

Lutfiah übernimmt auch Verantwortung in ihrer Umgebung und hilft ganz gezielt anderen bedürftigen Menschen. Als nächstes plant sie mit einer eigenen Lizenz ein kleines Schuhgeschäft zu eröffnen. Dazu werden noch einmal 500 Euro gebraucht.

Opportunity International in Denpasar will ihr dieses Vorhaben gern ermöglichen, denn damit wird Lutfiah weitere Arbeitsplätze für arme Menschen schaffen.

Wie 50 Euro eine Perspektive für die ganze Familie schaffen 

Setiani und ihr ältester Sohn sammeln und recyceln Müll, damit Ricky die Schule besuchen kann. Als ihr Mann und Vater ihrer beiden Söhne Ricky (12) und Christian (16) vor einem Jahr an Diabetes gestorben ist, stand Retiani (45) vor großen Problemen: „Plötzlich fehlte der Ernährer der Familie. Doch zusammen kämpfen wir gegen das schwere Los!“

Ricky ist sehr begabt, doch die Jahre, in denen er in Indonesien kostenlos zur Schule gehen konnte, sind vorbei. Deswegen musste Setiani sich etwas einfallen lassen, um das Schulgeld bezahlen zu können. Zusammen mit ihrem ältesten Sohn Christian sammelt und recycelt sie nun Müll. Auch Christian steht für seinen jüngeren Bruder ein: „Ich arbeite gern, damit Ricky eine ordentliche Ausbildung bekommen kann.“

Retiani arbeitet im Muell
Setiani und Christian sortieren den Müll

Mit Hilfe eines Kleinkredits von Opportunity International, der nur rund 50 Euro betrug, kauft Setiani jeden Tag 100 Kilo Plastikmüll, um ihn dann zu sortieren. Den sortierten Müll kann sie danach mit einem kleinen Gewinn weiterverkaufen. Ohne diesen Kredit hätte Setiani nicht genug Geld, um den Müll einkaufen zu können.

Ihr Leben hat dadurch wieder eine Perspektive bekommen, da Ricky jetzt einen guten Schulabschluss machen und später mit einer besseren Arbeit für die Familie sorgen kann. Es bleiben Setiani rund 1,50 Euro pro Tag, davon bezahlt sie 0,50 Euro für die Miete ihrer Wohnung und 0,40 Euro für Nahrungsmittel.

Setiani ist keine reiche Frau, aber sie hat ihr Leben in die Hand genommen und eine Heimat in ihrer Opportunity-Trustbank-Gruppe gefunden. Wenn man Ricky fragt, was er werden möchte, antwortet er wie alle anderen Jungen seines Alters: „Polizist“. Aber er ist ein exzellenter Schüler, besonders in Sprachen und Naturwissenschaften.

So schafft ein kleiner Kredit eine Zukunftsperspektive für eine ganze Familie.

Halemar gab nicht auf 

HalemarAls ihr Mann aufgrund einer Krankheit plötzlich starb, stand Halemar (31) vor dem Nichts. Sie lebt mit zwei kleinen Kindern in den Slums von Jakarta.

Dort gibt es kein Sozialsystem. Eine Ausbildung hatte sie nicht und keine Bank hielt sie für kreditwürdig. An ein selbstbestimmtes Leben, an eine ordentliche Ausbildung für ihre Kinder war nicht zu denken.

Doch Halemar gab nicht auf. Die Witwe erhielt einen Opportunity-Kredit von umgerechnet 100 Euro für eine Nähmaschine. Damit baute sie ihr eigenes Geschäft auf. Seither näht sie einfache kleine Höschen für Kinder und Babys – jeden Tag.

Halemar bekam eine faire Chance, kein Almosen. Opportunity International gab ihr Starthilfe und sie zahlte den Kredit pünktlich zurück. Von ihrem Verdienst leben sie selbst, ihre Mutter und ihre Kinder. Die können heute zur Schule gehen. In Halemars Leben kehrte die Freude zurück.

Sabrian aus Aceh: Das Leben geht weiter

SabrianSabrian aus Aceh in Indonesien wird den 26. Dezember 2004 nie vergessen. Fest hielt er die Hand seines zweijährigen Sohnes umklammert, da traf ein Treibholz mit voller Wucht seine eigene Hand.

Die „Rettungsleine“ wurde durchtrennt, der kleine Junge Opfer der tödlichen Tsunami-Welle. Sie zerstörte auch sein kleines Hausratgeschäft, das ihm und seiner Familie als Existenzgrundlage diente. Doch bedeutet dies angesichts des Verlustes ihres Sohnes wenig für Sabrian und seine Frau.

Das Leben geht trotzdem weiter. Mit einem kleinen Kredit kauften sie sich einen Fahrrad-Verkaufswagen für Lebensmittel. Sabrian und seine Frau arbeiten hart – aber mit den Einnahmen können sie sich und ihre Tochter ernähren. Darüber hinaus zahlen sie ihren Kredit zurück. In einem Jahr wollen sie sich ein zweites Lastenrad anschaffen. Damit hätte auch Sabrians Bruder eine Perspektive.

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