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Klientengeschichten aus Ghana

Mary Amesimeky: Mit 51 Jahren ein Unternehmen starten

Mary Amesimeky hat ein beeindruckendes Unternehmen aufgebaut. Vor zwei Jahren verdiente sie noch ein paar Cedi, indem sie an verschiedenen Stellen als Näherin ausgeholfen hat. Das war jedoch nicht das, was sie wirklich tun wollte.

Als vierfache Mutter hat sie sich schon immer besonders gerne um Kinder gekümmert. Mit 51 Jahren wagte Mary dann den Schritt, einen Kindergarten für die ganz Kleinen zu gründen. Von 7.00 bis 16.00 Uhr betreut sie jetzt 78 Kinder, die die Menschen aus dem Dorf ihr anvertrauen. Sie sorgt mit vier Mitarbeitern für die Kleinen, kocht für sie und spielt mit ihnen.

Die resolute Unternehmerin strahlt: „Aber die Kinder werden ja größer und ich würde sie gerne weiter begleiten. Eine Vorschule für die etwas Älteren ist mein nächstes Ziel. Dafür bekomme ich von Opportunity einen Kredit von 300 Cedi (ca. 200 Euro).

Kinder
 Marys Kinder im Kindergarten
 

Aber ich könnte mehr als das 10-fache gebrauchen, denn ich muss Wasserleitungen legen und ein größeres Haus für die Kinder bauen. Ich bin froh, dass ich bei Opportunity International Menschen gefunden habe, die mich dabei so tatkräftig unterstützen. In weiteren Kreditzyklen werde ich meinen Kindergarten Schritt für Schritt weiter ausbauen können."

Neben der reinen Versorgung lernen die Kinder in der Nursery spielerisch eine Menge Wissenswertes zum Leben. Gerade Bildung ist die wichtigste Grundlage, damit sich diese Menschen einmal dauerhaft aus der Armut befreien können. In Marys Kleinunternehmen kommt also beides zusammen: Für sich hat sie ein ordentliches Unternehmen geschaffen und für 78 kleine Kinder bietet sie ein Stück Hoffnung.


Vivian Adamh: Eine Schule für die Bedürftigen

Vivian
Vivian und ihre Schüler

Vivian Adamh gehört zu den Vorzeige-Klientinnen von Opportunity International. Denn es ist kaum zu glauben, dass alles mit nur sechs Kindern in einem kleinen Raum anfing. Daraus wurde ein zweistöckiges Gebäude, in dem 350 Kinder unterrichtet werden.

Dabei war es Vivians eigene Not, die ihr den Anstoß gab, zunächst einen eigenen kleinen Kindergarten zu gründen. Sie war mit ihrem Mann und ihrem ersten Kind 1991 an den Stadtrand der westafrikanischen Metropole Accra gezogen, in der Hoffnung dort ein besseres Leben anzufangen. Aber ihr Mann starb bald darauf, und Vivian fiel es schwer, die Fürsorge ihres Kindes und ihren Job als staatliche Lehrerin miteinander zu verbinden.

Vivian beobachtete, dass es vielen jungen Müttern, die verdienen müssen, so ging wie ihr: sie müssen während der Arbeit ihre Kleinkinder auf dem Rücken tragen. Aus ihrer gemeinsamen Not entwickelte sie ein unternehmerisches Konzept: Sie beschloss einen Kindergarten zu gründen.

Sie begann mit nur sechs Kleinkindern in einem einfachen Raum. Ihre gute und kostengünstige Betreuung sprach sich schnell herum, und schon bald schickten die meisten Eltern aus der Nachbarschaft ihre Kinder zu ihr. Die Kinder wurden älter und so gründete Vivian eine Grundschule, später noch eine weiterführende Schule.

Die Eltern ihrer Schüler und Schülerinnen sind einfach von dem guten Unterricht und der guten Ausstattung von Vivians Privatschule überzeugt. Zwar sind staatliche Schulen in Ghana seit 2007 bis zur Mittelstufe nicht mehr gebührenpflichtig, doch aufgrund überfüllter Klassen, überforderter Lehrer und einer schlechten Ausstattung ist der Unterricht hier nur mangelhaft.

Mittlerweile besuchen über 350 Schüler und Schülerinnen ihre Schule, von denen die meisten Mädchen sind. Vivian hat Arbeitsplätze für rund 20 Lehrer geschaffen.

Schon seit langem wird Vivian bei ihren sozialen Unternehmungen mit Krediten von Opportunity International unterstützt. Zurzeit befindet sie sich bereits im elften Kreditzirkel, da sie alle bisherigen Kredite immer pünktlich zurückzahlen konnte.

Vivians Schule 
Vivian muss anbauen

So investierte sie ihren ersten Kredit in einen Essensstand, um ihre Schulkinder mittags versorgen zu können und dadurch ihre Schule noch attraktiver zu gestalten. Ihren letzten Kredit verwendete Vivian für den Bau zusätzlicher Klassenzimmer.

Doch sie will sich nicht auf dem Erreichten ausruhen. Mit weiteren Kleinkrediten von Opportunity International will sie ein Berufsausbilungsprogramm für Mädchen starten.

"Es ist gerade für Mädchen wichtig, ein Handwerk zu erlernen, um in ihrem Leben unabhängig zu bleiben", erklärt Vivian. Ein weiterer Plan ist, einen Schulgarten zu bewirtschaften, der die Schule mit frischem Gemüse versorgen kann.

Sehen Sie hier ein Video über Vivian Adamh

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