Was sind Opportunity-Botschafter?
Der Opportunity-Botschafter ist Teil des weltweiten Netzwerkes von Opportunity International gegen Armut. Die Identifikation mit der Vision von Opportunity International bildet das Fundament unserer gemeinsamen Arbeit. Unser Botschafter erlebt die persönliche Betroffenheit an sich selbst und öffnet die Türen zu anderen Menschen, die wir für unsere Arbeit begeistern wollen.
Seniorität und das Bewusstsein, Teil einer weltweiten Bewegung zu sein, verbindet den Opportunity-Botschafter mit den hohen Ansprüchen an die Qualität unserer Tätigkeit. Er kennt die Arbeit vor Ort und erhält seine Information und Motivation aus der dynamischen Entwicklung der von uns betreuten Kreditnehmer und deren Umfeld.
Unsere Opportunity-Botschafter
Opportunity International Deutschland sucht Menschen, die sich dieser Herausforderung gerne stellen wollen. Wir begleiten und unterstützen sie durch aktuelle Informationen über unsere weltweite Arbeit, durch persönliche Treffen und der Möglichkeit, unsere Projekte vor Ort zu besuchen.
Johannes Bley
Johannes
Bley schloss nach Lehramtsstudium und Referendariatszeit noch ein
zweites Studium ab, Diplom-Psychologie. Es folgten zwölf Jahre Arbeit
als Psychotherapeut in eigener Praxis. Seit 1992 ist er als
Erfahrungsbereichskoordinator an der Laborschule der Universität
Bielefeld tätig, seit 1997 Mitglied der gemeinsamen Leitung von
Laborschule und Wissenschaftlicher Einrichtung.
"2004 lernte ich auf einer Info-Veranstaltung Stefan Knüppel kennen, der gerade im Begriff war, die Leitung von Opportunity International Deutschland zu übernehmen, und war sehr beeindruckt von seiner Persönlichkeit, seiner Energie und seiner Überzeugung, mit Opportunity International den Ärmsten dieser Welt helfen zu können.
Wie hilfreich Mikrokredite sein können, wusste ich bis dahin nur theoretisch über das Konzept der Grameen-Bank. Mein erster Einsatz für Opportunity war dann die Organisation eines Benefiz-Konzerts meines damaligen Chores zugunsten von Opportunity International.
Inzwischen habe ich durch den Besuch mehrerer Partnerorganisationen von Opportunity in Südostasien, Treffen mit internationalen Experten des Netzwerks und durch die Teilnahme am Asia-Pacific-Microcredit-Summit sehr vielfältige Einblicke in die Arbeit von Opportunity und in die Wirksamkeit des Prinzips der Mikrofinanzierung gewonnen.
Deswegen bin ich heute überzeugt, dass die Arbeit von Opportunity International der beste Weg ist, den Armen dieser Welt wirksam und nachhaltig zu helfen. Die Wirksamkeit kommt aus neuen finanziellen Möglichkeiten durch die Kredite und das Training unserer Partner vor Ort, die Nachhaltigkeit daher, dass dieser Weg den Menschen Vertrauen in die eigene Kraft gibt, ein Selbstvertrauen, das sie stolz auf das bisher schon Erreichte zuversichtlich in die Zukunft blicken lässt."
Gerd Bockhorn
Der Diplom-Mathematiker Gerd Bockhorn ist der erste Botschafter von Opportunity International Deutschland. Er wurde am 23.11.1943 in Leuna geboren. 25 Jahre lang war er bei IBM International tätig. In den letzten Jahren arbeitete er als IT-Leiter im ERGO-Konzern. Seine Hobbies sind Golfen, Lesen und klassische Musik.
„Die Entwicklungshilfe über Kleinkredite hat mich sofort überzeugt, denn hier werden keine Almosen vergeben“, sagt Gerd Bockhorn. Im Februar 2006 hatte der Herrenberger zwei Projekte von Opportunity International in Indonesien besucht und daraufhin beschlossen, diese Arbeit intensiver zu unterstützen. In Indonesien erkundete der Manager im Ruhestand, wie die Arbeit vor Ort geschieht.
„Die Bilder von Zerstörung und Wiederaufbau in der vom Tsunami am stärksten betroffenen Region Banda Aceh und den Armenvierteln in der Megastadt Jakarta haben mich sehr beeindruckt. Es ist eben ein großer Unterschied, die Bilder auf dem Bildschirm zu sehen oder die Wirklichkeit“, berichtet Gerd Bockhorn.
Durch ein Radiointerview war er 2005 auf die Arbeit von Opportunity International aufmerksam geworden. Gerd Bockhorn ließ sich sofort von der Idee begeistern und ist zum ersten Opportunity-Botschafter ernannt worden. „Mir ist schon immer klar gewesen, dass wir die Armut in Entwicklungsländern bekämpfen müssen“, begründet er sein Engagement.
Gerd Bockhorn nutzt seine Kontakte heute, um die Arbeit von Opportunity International bekannter zu machen: „Das Engagement lohnt sich für die Menschen vor Ort und für eine positive Entwicklung in der Welt."
Helmut Burlager
Der Journalist Helmut Burlager, Jahrgang 1957, ist verheiratet und hat
vier erwachsene Kinder. Er absolvierte eine Ausbildung zum Redakteur in
seiner Heimatstadt Leer und ein Studium der Publizistik an der Freien
Universität Berlin.
Seit mehr als 30 Jahren ist er als Redakteur beim Jeverschen Wochenblatt / Friesischen Tageblatt in Jever tätig, seit 1994 als Chefredakteur. Durch berufliche Tätigkeit und persönliche Kontakte lernte er die Arbeit von Opportunity International kennen und schloss sich dem 2007 gegründeten Freundeskreis Weser-Ems an. Die Teilnahme an einem Insight-Trip nach Ghana im März 2008 überzeugte ihn vollends vom Nutzen der Mikrofinanzierung.
"Ich habe im Laufe meines Berufslebens eine ganze Reihe von spontanen Hilfsaktionen und längerfristigen Projekten im In- und Ausland mit angeschoben und die besonderen Möglichkeiten der Tageszeitung genutzt, um an das Mitgefühl und die Hilfsbereitschaft der Menschen zu appellieren und sie zum Spenden zu bewegen", sagt Helmut Burlager. "Dabei war es nicht immer leicht, die späteren Geldflüsse nachzuvollziehen und den Spendern belegen zu können, dass die Mittel auch sinnvoll eingesetzt worden sind."
In Ghana überzeugte sich der Journalist beim Besuch einer ganzen Reihe von Trustbanks in der Region Ho persönlich davon, wie nachhaltig das System der Mikrofinanzierung wirkt und wie Mikrokredite das Leben nicht nur einzelner Frauen, sondern ganzer Familien und Dörfer positiv verändern.
„Eine Idee", sagt Helmut Burlager, „die es verdient, darüber nicht nur einmal in der Zeitung zu schreiben, sondern sie dauerhaft persönlich zu unterstützen und mit allen modernen Mitteln der Kommunikation bekannter zu machen!"
Manfred Eichtinger
Der Unternehmensberater Manfred Eichtinger, Jahrgang 1952, ist verheiratet und hat vier Kinder. Er studierte Theologie, Zusatzstudien in Management mit Schwerpunkt Unternehmensstrategie und Personalentwicklung. Seit über 30 Jahren ist er in der Erwachsenenfortbildung (Profit- und Nonprofit- Bereich) aktiv. In seiner Freizeit spielt er leidenschaftlich und regelmäßig Fußball.
Als Theologe und Geschäftsführer der W.I.N.2 BeratungsGmbH lernte er mit den Jahren so manch mildtätige Organisation kennen, bis er vom Opportunity International-Konzept erfuhr, was ihn dann schnell und nachhaltig überzeugte.
„Die Stichworte 'Hilfe zur Selbsthilfe', 'Leben in Würde statt in Abhängigkeit' und 'Mikrokredite mit begleitenden Schulungen' fassen für mich das wohl durchdachte und gut umgesetzte Hilfsprogramm zusammen“, sagt er. Außerdem begeistern ihn die hohe Rückzahlungsquote und der Effekt 'Einmal gespendet, vielfach geholfen'.
Manfred Eichtinger ist von der Professionalität der Arbeit von Opportunity International überzeugt: „Opportunity International hat ein Programm, in das es sich lohnt zu investieren. Dies tue ich als ehrenamtlicher Opportunity-Botschafter aus Überzeugung, und zwar sehr gerne.“
Jochen Ewald
Jochen
Ewald, Jahrgang 1941, ist verheiratet und hat zwei Söhne. Geboren wurde
er in Stolp (Pommern), aufgewachsen ist er in Ostfriesland. Über drei
Jahrzehnte war er Vorstandsvorsitzender der Volksbank Jever bzw.
Präsident des Genossenschaftsverbandes Weser-Ems.
Ehrenamtlich tätig ist er als Kuratoriumsvorsitzender der "JaWir-Regionalstiftung" und als Vorstand in drei weiteren Stiftungen. Jochen Ewald engagiert sich seit 2006 für Opportunity International und ist Gründungsmitglied des "Weser-Ems-Freundeskreises".
Jochen Ewald erklärt: „Als Genossenschaftler war ich begeistert davon, dass Prof. Yunus für sein genossenschaftliches System den Friedens-Nobelpreis erhalten hat. Als ich durch eine Ausstellung in der Volksbank Jever davon erfuhr, dass Opportunity sich in Afrika für Mikrokredite an 'aktive Arme' engagiert, war für mich klar, dass ich dieses Vorhaben ebenfalls unterstützen würde.
Ganz wichtig war für mich auch die Bitte meiner Frau, dass wir uns für die Menschen in Afrika einsetzen. Daher habe ich ihr zu Weihnachten 2006 eine Trustbank in Ghana 'geschenkt'. Seitdem engagiere ich mich im 'Freundeskreis Weser-Ems' und bin total glücklich, wie groß die Unterstützung für dieses Projekt in unserer Region ist.
Ich bin begeistert von der Arbeit des hoch engagierten Mitarbeiterteams bei Opportunity Deutschland und freue mich, im Rahmen meiner Möglichkeiten dazu beitragen zu können, dass möglichst viele Kreditnehmer in Afrika die Chance erhalten, ihre Lebenssituation zu verbessern."
Michael Fritz
Michael
Fritz, geboren 1966, lebt in Hamburg. Er studierte Wissenschafts- und
Sprachphilosophie bei dem Jesuitenpater Rupert Lay an der
Theologisch-Philosophischen Hochschule St. Georgen in Frankfurt.
Weitere Studienschwerpunkte waren Elektrotechnik, Soziologie,
Psychologie und Musik.
Seit 1990 leitet Michel Fritz Kommunikationsseminare, u. a. sechs Jahre an der Akademie für Führungskräfte in Bad Harzburg und bei der Integrata/Unilog AG. Seit 2001 ist er selbstständig und veranstaltet sein Dialektikseminar für Manager oberer Führungsebenen der Wirtschaft.
Dabei problematisiert er auch das Thema Mikrofinanzierung: „Nicht wenige Vorstände und Geschäftsführer zeigen sich ausgesprochen interessiert, sicher auch, da sie die gelungene Ressourcenallokation, die Nachhaltigkeit und die Moralität des Opportunity-Ansatzes ohne besonderen Erklärungsaufwand schätzen.
Durch kein akademisches Wissen kann diese Erfahrung ersetzt werden: dass Arbeit, Verantwortung und Anstrengung - auch Verzicht - kein Ballast sind, sondern Bedingungen für den Zugang zu tieferem Lebenssinn. Die erste Erfahrung goßer Armut, die in Arbeitslosigkeit gründet, machte ich 1986 während einer fünfmonatigen Exkursion nach Ecuador. Seitdem habe ich ein nicht unproblematisches Verhältnis zur klassischen Entwicklungshilfe, auch, insofern sie direkt mit Regierungen zusammenarbeitet. Auf meinen Reisen erlebe ich noch heute in bedrückender Weise Diktatur, staatliche Willkür, Korruption, unsichere Eigentumsverhältnisse, nicht verlässliche Finanzsysteme, also Bedingungen, die jeden Unternehmer, jede Eigenaktivität lähmen."
Stefan Knüppel besuchte 2004, kurz vor Beginn seiner Vorstandstätigkeit bei Opportunity International Deutschland, das Dialektikseminar von Michael Fritz, in 2007 reisten beide im Rahmen eines Insight-Trips nach Ghana. In 2008 besuchte Michael Fritz in einer siebenwöchigen Asienreise als Botschafter viele Klienten und Opportunity-Partner in China, Philippinen und Indonesien. Für 2009 hat er die Leitung von zwei Insight-Trips, nach Ghana und Philippinen, zugesagt.
„Viele Menschen treffe ich in dieser Welt, die für nahezu jede Arbeit dankbar wären. Allein, es gibt zu wenig Arbeitgeber. Da bleibt nur, sich selbst Arbeit zu schaffen. Aber wie, ohne Startkapital? Ich helfe gerne, etwas Geld aufzubingen, damit diese Menschen ein Kleinstunternehmen gründen können. Entwürdigendes Almosen spenden, möchte ich jedoch nicht, sondern lieber für Mikrokredite sorgen, die eine echte Hilfe zur Selbsthilfe und vor allem zur Selbstverantwortung sind. Eine wesentliche Quelle von Selbstachtung ist meiner Ansicht nach die Fähigkeit, durch Arbeit seine Familie ernähren zu können."
Thomas Knaack
Thomas Knaack, Jahrgang 1964, ist verheiratet, hat 2 erwachsene Kinder und lebt in der Nähe von Köln. Er ist seit mehr als 25 Jahren im Finanzdienstleistungsumfeld tätig, aktuell als geschäftsführender Gesellschafter der Unternehmensberatung confero, die übrigens auch Opportunity unterstützt.
"Ich beschäftige mich schon seit längerem mit dem Thema Mikrofinanz und habe hierzu zusammen mit meiner Frau Angelika eine Stiftung gegründet. Nach einigen ersten Pilotprojekten in Honduras und Peru machte ich mich auf die Suche nach einem auf die Mikrofinanz fokussierten Projektpartner und stieß bei einer Internet-Recherche auf Opportunity. Der gezielte Einsatz einer ganzheitlichen Mikrofinanz zur Armutsbekämpfung hat mich sofort angesprochen. Als dann auch noch Opportunity 2010 nach Köln also in meine Nähe zog, war das für mich perfekt. In Gesprächen vor Ort, bei der Unterstützung von Projekten und bei einer beeindruckenden Ghanareise habe ich mich dann restlos von der Arbeit und v.a. von den Menschen von Opportunity überzeugen können."
Über seine Kontakte in der Finanzwelt will Thomas Knaack die Arbeit von Opportunity bekannter machen: „Eine soziale Mikrofinanz wie Opportunity sie einsetzt, kann eines der wirkungsvollsten Instrumente für eine bessere Welt sein."
Carlos Mares
Carlos Mares wuchs im Süden von Peru in verschiedenen Siedlungen amerikanischer Firmen auf. Er machte so schon früh vielfältige kulturelle Erfahrungen, unter anderem auch durch ein Auslandsjahr in Wien. Während seines Studiums zum Wirtschaftsingenieur an der Universität Lima, studierte er ein Jahr „Internationales Management" in Bremen. Heute ist er in der Zentrale von KAEFER Isoliertechnik in Bremen beschäftigt und unterstützt als „Business Development Manager" die Auslandsgeschäftsentwicklung.
"Das Aufwachsen in einer Gesellschaft mit großen wirtschaftlichen und kulturellen Unterschieden hat mich stark geprägt. Daraus entstand mein Interesse für die Ursachen dieser Kontraste und die Suche nach möglichen Auswegen für Bedürftige."
„Mikrokredite waren für mich generell interessant, besonders nachdem Muhammad Yunus mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde." Doch erst durch die Begegnung mit Opportunity International und seinen Mitarbeitern sowie dem Besuch der von Opportunity-Projekten in Peru wurde Carlos Mares das gesamte Potential der Mikrofinanz bewusst: die Möglichkeit das Leben von Menschen nachhaltig zu ändern, die in echter Armut leben.
"Den Bedürftigen keine Almosen zu geben, sondern ihnen durch „Werkzeuge" und Ratschläge echte Hilfe zukommen zu lassen, das ist für mich der Kern von Opportunity International", erklärt Carlos Mares. „Deswegen denke ich, dass jede in diese Arbeit investierte Zeit und jeder Euro wertvoll sind und einen positiven Einfluss auf die Menschen haben, die trotz ihrer schwierigen Ausgangsbedingungen ihre Lebensqualität und die ihrer Familie verbessern wollen."
Thorsten Moll

Thorsten Moll arbeitet als Senior Pastor in Magdeburg. Nach seinem theologischen Studium an der Freikirchlichen Fachhochschule in Darmstadt arbeitete er seit 1981 als Pastor in Tostedt, Duisburg und Clausthal-Zellerfeld, wo er auch eine christliche Bildungseinrichtung leitete, um danach 1992 in Magdeburg eine Gemeinde zu gründen. Als Regionalleiter in Sachsen-Anhalt steht er in Verantwortung weiterer Gemeindeneugründungen.
Neben seinem Engagement in der Gemeinde hat er sich sehr früh auch um die Entwicklung der ganzen Stadt und Region gekümmert. Zahlreiche Auslandsreisen führten ihn auf andere Kontinente - dabei begegnete er immer wieder unmittelbar der dort herrschenden Not. Der unternehmerische Ansatz der Mikrofinanzarbeit von Opportunity International hat ihn bereits vor vielen Jahren überzeugt.
Im Sommer des Jahres 2007 gründete Thorsten Moll den Verein „Verantwortung & Werte", wo er seitdem angestellt ist. Sein Dienst in der Öffentlichkeit wird durch christliche Kulturprojekte, Unternehmerforen, Gebetsfrühstücke mit Politikern, internationale Begegnungen für Völkerverständigung und dem Engagement für Mikrofinanzierung weit über die Grenzen Magdeburgs hinaus sichtbar.
Durch sein Engagement entstand im Jahr 2009 eine breit angelegte Initiative zu Gunsten von Opportunity International Deutschland mit der Magdeburger Volksstimme, der Sparkasse Magdeburg, der Investitionsbank Sachsen- Anhalt, sowie mit dem Wirtschats- und Kultusministerium. Pastor Moll ist verheiratet und hat 4 Kinder und 3 Enkelkinder.
Rüdiger Möllenberg
Rüdiger Möllenberg wurde am 9. August 1957 in Elsfleth/Unterweser als Ältester von fünf Kindern geboren. Während seines Studiums der Theologie, Psychologie und Ethnologie absolvierte er ein Praktikum in Kamerun. Danach war er als Vikar u.a. für Eikon (Gesellschaft für Film und Fernsehen) und als Pfarrer in Nordenham und Jever tätig. Rüdiger Möllenberg ist seit Anfang 2008 Opportunity-Botschafter.
"Es ist 40 Jahre her. Ich war gerade 12 Jahre alt und zwischen Nigeria und der Provinz Biafra tobte ein grauenhafter Krieg. Die Bilder der Kinder aus Biafra mit ihren dünnen Ärmchen und Beinchen und aufgeblähten Wasserbäuchen haben mich nachhaltig bewegt. Mit meiner Pfadfindergruppe sammelten wir damals Spenden für eine Hilfsorganisation. Seither habe ich mich auf verschiedene Weise für Entwicklungsarbeit engagiert. Mitte der neunziger Jahre gehörte dazu auch ein Mikrofinanzierungsprojekt für Zieh-Rikschas auf Madagaskar.
Im Herbst 2006 stellte Opportunity seine Arbeit auf zwei Veranstaltungen in Jever vor. Ich war vom Konzept „Kleinste Kredite mit großer Wirkung statt Almosen" genauso beeindruckt wie von der offensichtlichen Kompetenz und dem Engagement des Vorstandes von Opportunity International.
Durch glückliche Umstände fand ich mit Dr. Karl Harms (IHK) und Jochen Ewald (Volksbank) zwei aufgeschlossene Mitstreiter in Jever. Im Herbst 2007 starteten wir ein Mikrofinanzierungsprojekt in Ghanas Volta-Region in der auch unsere Partnerkirche ansässig ist. Über 200.000 Euro sind bisher zusammengekommen.
Zweimal war ich inzwischen in Ghana. Die Zuverlässigkeit der Loan-Officer, die Schaffenskraft der Kreditnehmerinnen und Kreditnehmer sowie deren fröhliche Gesichter sind für mich Motivation genug weiterzumachen, um mit kleinen Krediten nachhaltige Lebensgrundlagen zu schaffen."
Susanne Mohr
Susanne Mohr, geboren 1968 in Kassel, ist verheiratet und Mutter von drei Pflegekindern. Schon während ihres Studiums der Wirtschaftsmathematik in Bielefeld hörte sie von Opportunity International - und war begeistert von der Idee, Menschen über Mikrofinanzierung Hilfe zur Selbsthilfe zu ermöglichen.
"Der Ansatz, Menschen durch Hilfe zur Selbsthilfe und Förderung der Eigeninitiative zu stärken, war mir schon seit der Kindergottesdienstzeit im Rahmen von Spendenaufrufen von "Brot für die Welt" bekannt", sagt Susanne Mohr.
"Aber die Mikrokreditvergabe schien noch einen Schritt weiter zu gehen: Sofern Menschen zur Gründung eines Unternehmens in der Lage waren, sollten sie eine Chance durch Erhalt eines Darlehens bekommen - ohne dass ihnen etwas geschenkt wurde. Nur für die Anfangszeit, also zum Aufbau einer entsprechenden Kreditvergabe-Organisation, wären Spenden erforderlich. Nach ein paar Jahren könnte diese Organisation weitgehend unabhängig von weiteren Spenden sein. Die Menschen, die sich quasi aus eigener Kraft aus extremer Armut befreien können, würden so keine 'klassischen' Spenden mehr benötigen!"
Dieses Konzept wollte Susanne Mohr unterstützen. Als der Sitz der Stiftung nach Bielefeld verlegt wurde, arbeitete sie bereits als Steuerberaterin in Bielefeld und ergriff die Gelegenheit, auch praktisch als Opportunity-Botschafterin "mitzuarbeiten".
Erst kürzlich hat sich Susanne Mohr Projekte vor Ort, in der Dominikanischen Republik und in Mosambik, persönlich angesehen. Ihr Fazit: "Es muss noch viel mehr passieren. Wir müssen außerdem über flankierende Maßnahmen nachdenken. Infrastruktur, die Kleinunternehmern aus ländlichen Gebieten Zugang zu Märkten ermöglicht, lässt sich nicht so ohne Weiteres über Mikrokredite finanzieren. Ebensowenig wie sich der durch 'Handelsabkommen' versperrte Zugang zu europäischen Märkten dadurch öffnen lässt."
Barbara Nafziger
Barbara Nafziger ist geboren 1956 in Frankfurt/Main, aufgewachsen im Nordschwarzwald, verheiratet in der Eifel und nach der Wiedervereinigung berufen nach Chemnitz. Sie ist gelernte Steuerfachgehilfin und heute als Büroleiterin in der Steuerkanzlei ihres Ehemannes tätig. Barbara Nafziger hat vier erwachsene Kinder.
Neben Opportunity International engagiert sie sich in der Evangelischen Bekenntnisschule Chemnitz, in dem Verband Christen in der Wirtschaft und in der Evang. Freikirchlichen Gemeinde. Persönlich lernte sie die Arbeit von Opportunity im Frühsommer 2008 bei einem Insight-Trip nach Bali kennen.
"Seit wir 1991 in die neuen Bundesländer kamen, erleben wir immer wieder ganz deutlich, wie wichtig für Unternehmer und Existenzgründer die Bank ist. Einen Partner zu haben, der einem Gehör schenkt und Vertrauen in die geplante Unternehmung hat, ist existenziell für den Aufbau einer Firma, aber auch der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit einer ganzen Region. In all den Jahren durften mein Mann, als Steuerberater, und ich Menschen auf diesem Weg begleiten und unzählige Anträge auf Fördermittel und Zuschüsse stellen. Wir erleben täglich, wie schnell man hier als Neugründer an seine Grenzen kommt.
Daher begeistert es mich immer wieder neu, wie es durch Mikrokredite mit kleinsten Beträgen möglich ist, durch intensive Betreuung und Begleitung Menschen aus der Armut zu führen. Menschen, die eine Vision für ein Unternehmen haben, mit einem Kredit zu helfen, halte ich für den besten Weg der Entwicklungshilfe. Frauen die Möglichkeit zu geben, ihre Familien zu ernähren, ihre Kinder in die Schule zu schicken, ist langfristig der einzige Weg auch der nachfolgenden Generation eine Perspektive zu geben und eine merkbare Veränderung in den Ländern der dritten Welt zu schaffen. Letztendlich helfen wir uns selbst, wenn wir den Menschen in ihrer Heimat eine Zukunft schaffen, anstatt sie als Flüchtlinge in Europa zu versorgen.
Auf Bali konnte ich erleben, wie engagierte örtliche Partner diese Projekte durchführen und die Trustbanks begleiten. Nicht die Abwicklung der Kredite steht im Vordergrund. Auch beim Einkauf der Materialien wie z.B. bei Bauern Dünger und Saatgut, der Schulung in ökologischem Landbau bis hin zu gemeinsamer Vermarktung, werden die Kreditnehmer nicht allein gelassen. Dabei steht nicht nur das Wohl des Einzelnen im Mittelpunkt, sondern auch der Umweltschutzgedanke, die Erhaltung der traditionellen Kulturlandschaft und der Landflucht in die Touristenregionen wird entgegengewirkt.
Daher möchte ich mich verstärkt bei Opportunity International engagieren und diese Chance der Armutsbekämpfung weiter bekannt machen."
Henning Nathow
Henning Nathow wurde 1959 geboren und wohnt in der Nähe von Braunschweig. Durch seine Tätigkeit im Vertrieb der Volkswagen AG lernte er 2005 Stefan Knüppel und die Ideen von Opportunity International kennen.
Im darauffolgenden Jahr bekam Muhammad Yunus für seine Mikrofinanzierungsprojekte den Friedensnobelpreis verliehen und Henning Nathow besuchte seine erste Opportunity-Veranstaltung, auf der ein afrikanischer "Loan-Officer" (Kreditbetreuer) von seiner Arbeit erzählte.
Das Prinzip der „Hilfe zur Selbsthilfe" begeisterte ihn zunehmend, so dass er sich beim Stiftungstag 2008 dazu entschloss, an einem der Insight-Trips teilzunehmen. Im Juli 2009 war es dann soweit: Auf Westtimor und auf Bali hat er sich den Fluss und die Wirkung der Spenden vor Ort angeschaut.
Ihn begeisterte vor allen Dingen der positive und respektvolle Umgang mit den Klienten: „Es gelingt, die Selbstachtung der Menschen durch die Vergabe von Mikrokrediten zu wahren. Des Weiteren wird durch die Trustbanks die Verantwortung füreinander und das „Voneinander lernen" gefördert. Für mich ist dieses die überzeugendste Art von Entwicklungshilfe."
Ein weiterer, für ihn sehr entscheidender Grund, Opportunity zu unterstützen, ist der verantwortliche und transparente Umgang mit den uns anvertrauten Spendengeldern. Henning Nathow freut sich darauf, den Gedanken von Opportunity International in Zukunft als Botschafter noch intensiver unterstützen zu dürfen.
Ruth Paulig
Ruth Paulig ist Diplom-Biologin, Mitglied des Bayerischen Landtages a.D., Gründungsmitglied der GRÜNEN sowie Kunsterzieherin für Gymnasien. Seit 2009 ist Ruth Paulig Opportunity-Botschafterin.
"Nach 18 Jahren als Abgeordnete im Bayerischen Landtag war es mein persönlicher Wunsch nochmal neue Aufgaben, insbesondere in der Entwicklungszusammenarbeit, zu übernehmen. Bei den Feierlichkeiten zum 10. Gründungstag von Opportunity International in Deutschland lernte ich erstmals Opportunity International Deutschland und die Partnerschaftsidee "Mikrokredite zur Armutsbekämpfung" kennen. Überzeugt hat mich dann ein Insight-Trip in Dörfer der Volta-Region in Ghana, wo ich direkt die Menschen vor Ort und und die Umsetzung ihrer Geschäftsideen erleben konnte.
So freue ich mich mitwirken zu können, über Öffentlichkeitsarbeit dieser Idee weiter Erfolg zu geben. Gerade in Afrika, wo ich auch mit eigenen Projekten engagiert bin, sind Mikrokredite ein enorm wichtiger Baustein für eine bessere und gerechtere Zukunft."
Gerd Schneller
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Gerd Schneller (Jahrgang 1950) wurde in Remscheid geboren und studierte Mathematik und Physik an der Universität Bonn. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder im Alter von 20 und 13 Jahren. Seit 1978 unterrichtet er am Leibniz-Gymnasium in Remscheid. Neben der unterrichtlichen Tätigkeit bilden Organisationsaufgaben wie Stundenplanerstellung, Finanzverwaltung des Fördervereins, Übermittagsbetreuung und individueller Förderunterricht Schwerpunkte seiner Tätigkeit.
Durch einen Vortrag von Opportunity-Stiftungsrat Peter vom Baur im Leibniz-Gymnasium lernte Gerd Schneller Opportunity International kennen. Nach einem Insight-Trip nach Ghana berichtete Familie vom Baur über das Trustbank-System und die Microschools.
"Mich hat an diesem Vortragsabend die Trustbank-Methode, wie sie von Opportunity International durchgeführt wird, so begeistert, dass ich bereits auf dem Heimweg beschloss, mich für Opportunity International zu engagieren. Die Betreuung der Klienten nach der Kreditvergabe verspricht neben einer großen Effizienz eine hohe Erfolgswahrscheinlichkeit. Mir gefällt, dass Opportunity Menschen unterstützt, die bereits aktiv geworden sind, um sich selbst und ihren Familien ein Leben ohne Not zu ermöglichen.
Der Entschluss, mich für Opportunity International einzusetzen, stand nun fest. Nur, wie sollte ich mein erstes Ziel, die Gründung einer Trustbank, erreichen? Ich wollte nicht nur einfach Geld geben, ich wollte es durch Aktionen erwirtschaften und auch gleichzeitig den Bekanntheitsgrad von Opportunity International steigern, um weitere Menschen mit dem Virus zu infizieren, der mich gepackt hatte.
Die Schule ist ein Tätigkeitsfeld, in dem man mit sehr vielen Menschen in Kontakt kommt. So versuchte ich, Eltern, Schülerinnen und Schüler und meine Kolleginnen und Kollegen von der außergewöhnlichen Arbeit Opportunity Internationals zu überzeugen. Schon nach wenigen Monaten wurde die Unterstützung von Opportunity International durch die Lehrerkonferenz, die Schulpflegschaft und schließlich durch die Schulkonferenz als Sozialprojekt des Leibniz-Gymnasiums beschlossen."
Gerd Schneller hat selbst eine Trustbank gegründet, zusammen mit der Schule entstand eine weitere Trustbank. Außerdem wird in Kürze eine Microschool mit den Spenden des Leibniz-Gymnasiums entstehen.
Verantwortung in die Welt tragen als Opportunity-Botschafter










