Opportunity International hat zusammen mit anderen Organisationen eine Kampagne zum Schutz der Kreditnehmer gestartet. Ziel der groß angelegten Initiative ist die Festlegung von Standards für den angemessenen Umgang mit den Kreditnehmern.
Das Wohlergehen der einzelnen Klienten soll in einer Periode rapiden Wachstums bestehen bleiben, deswegen wird jeder der "Mikro-Banker" einen Eid ablegen, der die folgenden sechs Kernprinzipien beinhaltet:
- das Vermeiden verantwortungsloser Kreditvergabe, die für die Überverschuldung
verantwortlich ist
- transparente und faire Preissetzung
- Kreditrückzahlungsverfahren, die weder moralisch fragwürdig noch zwangsweise erfolgen
- die Festlegung von ethischen Standards für die Mitarbeiter
- Auffangmechanismen für die Probleme von Klienten
- Datenschutz
Im Rahmen der „Clinton Global Initiative" (CGI) kündigte die Initiative außerdem folgendes an: Mindestens die Hälfte der 500 größten Mikrofinanzorganisationen weltweit sollen dazu bewegt werden, dem „Mix Market" innerhalb der nächsten drei Jahre regelmäßig Bericht zu erstatten.
„Die anhaltende Ausfallquote bei der Kreditrückzahlung, die durch die US-Immobilienkrise verursacht wurde, macht die zerstörerische Wirkung rücksichtsloser Kreditvergabepraktiken deutlich", sagt Alex Counts, Präsident der Grameen Foundation. „Durch die Kampagne soll sichergestellt werden, dass die "Mikro-Banker" ihren Auftrag nicht vergessen und stets im Interesse ihrer Klienten handeln."
Es wird darauf hingewiesen, dass die Mikrofinanzierung, trotz eines starken Wachstums, transparent bleiben muss. Außerdem darf es nicht dazu kommen, dass die Klienten durch Überschuldung in die Zahlungsunfähigkeit getrieben werden.
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