Die Weltbevölkerung wächst mit dramatischem Tempo: Jedes Jahr gibt es etwa 80 Millionen mehr Menschen auf der Erde. 98 Prozent des Wachstums findet in den Entwicklungsländern statt. In Afrika südlich der Sahara wächst die Bevölkerung am schnellsten. Nach Schätzung der UNO wird sich die Einwohnerzahl dort bis 2050 von heute 767 Millionen auf 1,75 Milliarden mehr als verdoppeln.
Damit stehen die ohnehin schon armen Länder vor dem unlösbaren Problem, die Einwohner zu versorgen. Daraus wird sich unter anderem zum Beispiel eine weitläufige Wasserknappheit ergeben.
1994 war ein Aktionsplan von der UNO verabschiedet worden, mit dem das Bevölkerungswachstum bis 2015 gebremst werden soll. Schlüsselpunkte sind eine stärkere Verbreitung von Verhütungsmitteln, verbesserte Lebensbedingungen für die extrem Armen sowie eine Stärkung der Frauenrechte.
Die Rechnung ist einfach: Hierzulande beträgt die Geburtenrate etwa 2 Kinder. In armen Ländern sind es über 5, daraus ergibt sich eine Verdopplung der Bevölkerung mit jeder neuen Generation.
Wegen der hohen Kindersterblichkeit beschließen arme Familien häufig, möglichst viel Nachwuchs zu zeugen, um im Alter versorgt zu sein. Diese Entscheidung ist verständlich, in der Konsequenz jedoch oft verheerend.
Arme Familien haben nicht genügend Einkommen, um viele Kinder gut zu ernähren, gesundheitlich zu versorgen und zur Schule zu schicken. Vielleicht reicht es gerade, um einem Kind Schulbildung zu ermöglichen. In der Regel kommt dann ein Sohn in den Genuss. Hohe Geburtenziffern in einer Generation führen daher tendenziell zur Verarmung der Kinder und ziehen auch in der nächsten Generation hohe Geburtenziffern nach sich.
Ein rapides Bevölkerungswachstum zwingt zudem zur Aufteilung des Ackerlandes in immer kleinere Bebauungsflächen pro Familie. Die Böden sind schneller erschöpft, was wiederum die Armut verschärft.
Doch diese demographische Falle lässt sich vermeiden. Schulbildung für Mädchen eröffnet ihnen den Zugang zum Arbeitsmarkt und steigert ihre Verdienstmöglichkeiten, so dass es sich nicht rentieren würde, sie nur im Haus zur Kindererziehung abzustellen. Mit Hilfe von Schulbildung und sozialer Unterstützung können Frauen selbst über die Zahl ihrer Kinder entscheiden (statt sich wie bisher den Entscheidungen ihres Mannes oder anderer Familienmitglieder unterordnen zu müssen).
Kinder kann man gegen Infektionskrankheiten behandeln, was ihre Überlebenschancen erhöht und den Eltern eine geringere Kinderzahl ermöglicht, da sie nicht deren vorzeitiges Ableben befürchten müssen.
So hilft Opportunity International mit seinen Programmen, dem Bevölkerungswachstum der armen Länder entgegenzuwirken:
www.kinder-in-afrika.de/Pages/essay_afrika_bevoelkerung.html