Die Zusammenarbeit von Opportunity International und Compassion trägt Früchte
![]() Claudine zeigt, wie sie früher Obst und
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Claudine Nyirahabimana lebt in Remera, einer Ortschaft in der Provinz Kigali im Herzen Ruandas. Sie ist 30 Jahre alt, mit ihrem vierten Kind schwanger - und erfolgreiche Kleinunternehmerin: Sie führt einen kleinen Laden und verkauft dort Obst, Gemüse und andere Lebensmittel. Doch das war nicht immer so.
Als Claudine mit 21 Jahren erstmals schwanger wurde, hatte sie keinen Job und so auch kein festes Einkommen. Deswegen beschloss sie, auf der Straße Lebensmittel zu verkaufen, um so ihre Familie zu versorgen. Früh morgens machte Claudine sich auf den Weg in ein benachbartes Dorf und kaufte dort Tomaten, Bananen und Avocados zu günstigen Preisen. Diese trug sie anschließend in einem Korb auf ihrem Kopf durch die Straßen und bot sie zum Verkauf an. An guten Tagen verdiente sie damit rund 1.000 Ruanda-Franc, umgerechnet etwa 1,17 Euro.
Schließlich berichteten Freunde ihr davon, dass Opportunity International Kredite an Frauen vergibt, die auf den Straßen Lebensmittel zum Verkauf anbieten. Kurz entschlossen nahmen sie und einige Freundinnen drei Monate lang an den von Opportunity angebotenen Schulungen teil und gründeten schließlich die Kreditgruppe „Gira Ingufu" - das bedeutet „schöpfe Kraft".
So konnte Claudine im Jahr 2005 endlich einen Kredit über 25.000 Ruanda-Francs aufnehmen, rund 28,30 Euro. So konnte sie im Laufe der Zeit auch genug Geld für die Einrichtung eines kleinen Shops ansparen. Die Hälfte ihrer täglich erwirtschafteten Verkaufserlöse legte sie zurück, von der anderen Hälfte kaufte sie das Nötigste für die Familie.
![]() Claudine, Angelique (rechts im Bild) und ihre zwei
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Die Mühe und ihre Entbehrungen lohnten sich: Claudine schaffte es, ihren ersten Kredit zügig zurückzuzahlen und einen Betrag von 25.000 Ruanda-Francs anzusparen. Heute lebt sie mit ihrer Familie gemeinsam in einer größeren Behausung. Sie bezog bis zum letzten Jahr weiterhin Kredite von Opportunity und schaffte es so, ihr eigenes kleines Geschäft einzurichten. Doch die Not der vergangenen Jahre hat ihre Spuren hinterlassen. Als erst ihr Mann an der Malaria verstarb und dann auch noch die Kosten für die Schulausbildung ihrer Tochter Angelique Stück für Stück Claudines Ersparnisse aufzufressen begannen, wurde es schließlich zu viel für die junge Frau und sie wusste weder ein noch aus.
Um die neunjährige Angelique doch noch für die Zukunft zu wappnen und ihr eine ordentliche Schulausbildung zu ermöglichen hat Compassion International, eines der größten Kinderhilfswerke weltweit, sich des Problems angenommen und das Mädchen in sein Patenschaftsprogramm aufgenommen. Nun bekommt Angelique monatlich finanzielle Unterstützung. Sie geht wieder gern zur Schule, arbeitet in ihren Lieblingsfächern Englisch und Kinyarwanda (Ruandas Nationalsprache) eifrig mit und spielt mit ihren Mitschülern Fußball. Zuhause hilft das Mädchen ihrer Mutter bei den täglichen Hausarbeiten, sie geht gern in den Kindergottesdienst ihrer Gemeinde und singt im Chor.
Um nicht nur Claudine und ihrer Tochter, sondern auch anderen Familien in ähnlichen Situationen Hilfe bieten zu können, streben Opportunity International und Compassion International nun eine Kooperation an. Ein erstes Treffen dazu fand bereits im August 2010 zwischen Vertretern beider Organisationen in Ruanda statt. Derzeit wird eine Absichtserklärung ausgearbeitet - der nächste Schritt auf dem Weg zu einer auch weiterhin erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen Opportunity und Compassion.
![]() Franziskas Unterstützung ermöglicht es Angelique,
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Claudine ist ihren Unterstützern sehr dankbar. „Ohne den Kredit von Opportunity wären wir verhungert", erzählt sie unter Tränen. Auch die Hilfe von Compassion International weiß sie zu schätzen: „Gott schütze den Paten meines Kindes sein ganzes Leben lang!" Durch die Kooperation von Opportunity und Compassion wird der ganzen Familie geholfen.
Der Pate ist übrigens eine Patin - die zwölfjährige Franziska, Tochter unseres Mitarbeiters Wolfgang Bönsch. Ein Beispiel also für ganz praktische Kooperation.











