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Rotarier geben 10.000 Euro gegen die Not in der Goldgräberstadt

Die alte Goldgräberstadt Dunkwa in Ghana ist lange nicht mehr so prosperierend wie zu Zeiten der Entdeckung von Gold in den 1930er Jahren. Inzwischen verloren in der Region viele ihren Arbeitsplatz und müssen sich nun mit ihrem Leben in Armut auseinandersetzen.

„Mir war sofort klar, dass wir helfen müssen", beschrieb Susanne Crayen ihren ersten Gedanken, als sie von der Not der Frauen im ghanaischen Dunkwa erfuhr. Nach der Schließung einer Goldmine erlebte die Stadt einen rapiden Niedergang. Die erfolgreiche Architektin und Rotarierin Crayen weiter: „Unsere Hilfe soll aber nicht verpuffen! Wir möchten nachhaltig und an der richtigen Stelle helfen. Dafür ist Opportunity der richtige Partner."

Dunkwa ist das Handelszentrum des Distrikts und die Handelsaktivitäten nehmen mit dem Wachstum der Stadt stetig zu. Die Mehrzahl der Händler ist im informellen Sektor tätig und verdient oftmals kaum das Notwendigste zum Leben. Besonders Händlerinnen verfügen zumeist nicht über ausreichend Arbeitskapital und können deshalb entweder ihr Geschäft nicht weiterentwickeln oder hängen von privaten informellen Kleinstkreditgebern ab. Diese stellen so hohe Zinsen in Rechnung, dass für die Frauen kaum ein Gewinn abfällt. So lebt die Mehrzahl der Kleinstunternehmerinnen mit ihren Familien unter der Armutsgrenze. Zugang zu Kleinkreditmöglichkeiten gab es in der Region bislang kaum. Für viele Geschäftszweige scheint ein Wachstum möglich, das Existenzen sichern und Arbeitsplätze schaffen könnte, wenn das benötigte Betriebskapital zur Verfügung stünde.

„Unsere Klienten", erklärte Opportunity-Mitarbeiterin Janina Kürschner, „haben bei normalen Banken keine Chance auf einen Kredit. Der ist aber nötig, um etwa Waren einzukaufen oder eine Töpferei eröffnen zu können. So sind sie auf Kredithaie angewiesen." Genau diesen Menschen helfe Opportunity International. Vertreter der vier Bielefelder Rotary-Clubs, RC Bielefeld-Sparrenburg, RC Bielefeld-Süd, RC Bielefeld-Waldhof und RC Bielefeld, übergaben deswegen am 12. Mai eine Spende von 10.000 Euro für ein Mikrofinanz-Projekt in Ghana.

„Damit lässt sich in Dunkwa schon einiges bewegen", so Frau Kürschner. In dem Projekt werden über 300 Frauen mit fairen Kleinkrediten für ihre Unternehmen versorgt. Zudem erhalten sie Schulungen, können Sparkonten eröffnen und werden in die staatliche Krankenversicherung aufgenommen. 75 Prozent der Kosten des Projekts werden vom Bund getragen. Um die Arbeit der Stiftung vor Ort zu erleben, werden Frau Crayen und weitere Rotarier im Oktober 2011 auf einem Insight-Trip weitere Opportunity-Projekte in Ghana besuchen. Opportunity gibt Interessierten die Möglichkeit, auf eigene Kosten die Mikrofinanz-Arbeit vor Ort zu erleben.