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Opportunity-Stiftungstag 2010: Ein voller Erfolg!

Unter dem Motto „Dran bleiben - Mikrofinanz in stürmischen Zeiten" fand am 5. und 6. November in Dresden unser Stiftungstag statt. Mehr als 100 Interessierte waren zum zweitätigen Treffen gekommen, um neben spannenden Workshops einer Vielzahl an interessanten Vorträgen und Diskussionen über die wichtigsten Entwicklungen der Mikrofinanzierung zu folgen. Zu den hochkarätigen Referenten gehörten unter anderem Prof. Dr. Biedenkopf, Dr. Franz Alt und Tiki Küstenmacher.

Journalist und Buchautor Dr. Franz Alt sprach sich in seinem Vortrag mit dem Titel „Die Sonne schickt keine Rechnung" dafür aus, dass die Überwindung der Armut nur mit erneuerbaren Energien gelingen kann. Auch unser Vorstand Stefan Knüppel sieht in ökologischen Projekten eine Chance für die Kleinkreditarbeit: So können Kleinkreditnehmer beispielsweise Solartankstellen bauen und damit ein Geschäft in energiearmen Regionen in Afrika betreiben. Knüppel betonte, dass sich Opportunitys Arbeit in Zukunft noch weiter darauf konzentrieren wird, arme Menschen in ländlichen Regionen zu erreichen.

Biedenkopf
Prof. Biedenkopf bei seinem Vortrag

Der ehemalige Ministerpräsident von Sachsen, Prof. Dr. Kurt Biedenkopf, verwies auf die Notwendigkeit, Menschen in Afrika und anderen benachteiligten Staaten eine Chance zu geben, sich selbst zu entwickeln. Afrika werde sich dabei weiter in Richtung Europa bewegen, weil viel chancenlose Menschen in diesem Kontinent so etwas wie das Paradies sähen.

Zu Gast waren zudem Tony Fosu, Vorstandsvorsitzender der Opportunity-Partnerorganisation Sinapi Aba Trust in Ghana sowie Joshy Tewes, Vorstand Opportunity Indien, die den Teilnehmern interessante Einblicke in Opportunitys Arbeit in beiden Ländern lieferten. Tony Fosu berichtete von den negativen Auswirkungen der Finanzkrise auf die Situation der Mikrokreditnehmer in Ghana. Ein sinkendes Spendenaufkommen und eine steigende Inflationsrate haben zur Folge, dass viele Kleinstunternehmen zusammenbrechen. Zurzeit erholt sich die Mikrofinanzierung in Ghana jedoch langsam wieder.

Mit Spannung wurde zudem die Verleihung des diesjährigen „Karl-Schock-Stifterpreises" erwartet. Die nach unserem Gründer und langjährigem Stiftungsratsvorsitzendem Karl Schock benannte Auszeichnung wird an Menschen verliehen, die im Bereich der Mikrofinanzierung in besonderer Weise ehrenamtliches Engagement bei Opportunity gezeigt haben. Die diesjährigen Preisträger sind Ulrich Kasparick, Susanne Mohr und der Verein „ZF hilft".

Mitarbeiter und Chefetage von „ZF hilft" hatten in einer Aktion knapp 450.000 Euro für Kleinstunternehmen im indischen Bundesstaat Chhattisgarh gespendet. Durch das Geld konnten bislang über 3.500 hilfsbedürftige Familien einen Kleinkredit erhalten, mit dem sie in die Lage versetzt werden, sich eine eigene Existenz aufzubauen, wie etwa einen Gemüsestand oder eine kleine Schneiderei. Die von „ZF hilft" erbrachte Summe ist die bislang höchste Spende, die wir seit unserem Bestehen in Deutschland erhalten haben. Detlef Gagg, Beiratsvorsitzender der gemeinnützigen Initiative bei ZF, freute sich über die Auszeichnung und betonte den nachhaltigen Aspekt, den die Initiative „ZF hilft" konsequent verfolgt. So stehe Hilfe zur Selbsthilfe bei allen Projekten im Vordergrund.

Zwischendurch gab es auch Zeit für Fragen, Anregungen und den Austausch untereinander. Wir haben uns sehr über das Engagement der interessierten Teilnehmer gefreut!

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