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Opportunity-Förderer erleben  Mikrofinanzierung in Ghana

Text: Brigitte Meiners, Fotos: Helmut Burlager

Mitglieder des Freundeskreis Weser-Ems und weitere Förderer von Opportunity International haben es wieder einmal gewagt: Sechs Tage verbrachten sie bei 36 Grad im Schatten in Westafrika, Ghana.

Doch wer dabei an Pauschaltourismus denkt, hat weit gefehlt. Förderer wie Jochen Ewald, der ehemalige Präsident des Genossenschaftsverbands Weser-Ems, der Pastor Rüdiger Möllenberg, der Radiologe Dr. Benno Wördehoff und der Redaktionsleiter des Jeverschen Wochenblatts Helmut Burlager kamen nach Ghana, um sich persönlich die Früchte ihrer Hilfe zur Selbsthilfe anzusehen.

Ihr erstes Anlaufziel war Bulengha im Norden Ghanas an der Grenze zu Burkina Faso. Hier erwartete die Förderer ein Begrüßungsakt, der sie überwältigt hat. Rund 500 Menschen hatten sich aus den umliegenden Dörfern versammelt, um die weißen Gäste zu begrüßen. Es wurde getanzt, gedankt und sich ausgetauscht.

Grund des Besuchs dieses Dorfes war das Sorghum-Projekt. Sorghum ist eine Art Hirse; Opportunity hat mit Hilfe der Spender 3.000 Hirsebauern einen Agrarkredit und Schulungen gewähren können. Zudem gelang es unserer Partnerorganisation einen Vertrag mit der Guinness-Brauerei auszuhandeln, sodass die Hirsebauern auf lange Frist eine gesicherte Abnahme ihrer Ernte haben. Die Förderer erkannten, was ein einzelner Kredit sowohl für die betroffene Familie, als auch für deren Freunde und die umliegenden Gemeinden bedeuten kann - ein Kleinkredit ist nur der Anfang einer Aufwärtsspirale für viele.

Microschool in Tewapease
Die Microschool in Tewapease

Die Förderer besuchten viele weitere Klienten von Opportunity und erfuhren persönlich Schicksale von unterschiedlichsten Personen wie Schneiderinnen, Händlerinnen, Fensterbauern oder Landwirten. Unter anderem besuchten sie auch das abgelegende Dorf Tewapease in der Nähe von Obuasi. Hier sahen sie die Früchte des Microschool-Programms von Opportunity. Ausgestattet mit einem Brunnen, drei Lehrern und kleinen Räumlichkeiten mit einem Wellblechdach über dem Kopf erhalten hier 60 Jungen und Mädchen grundlegende Bildung. Kreditnehmerin und Leiterin dieser Schule ist Joanna Benyin. Sie selber ist Analphabetin, doch sie hat verstanden, was eine gute Bildung für die Zukunft ihres Landes bedeutet.

Der Freundeskreis Weser-Ems und die weiteren Förderer kommen mit Erfahrungen nach Deutschland zurück, die sie in ihrer Arbeit eindeutig bestärken. „Wir können sicher sein, dass die Spenden aus Weser-Ems an die richtige Stelle kommen", meint Jochen Ewald. Die Förderer sammelten viele Eindrücke, die noch verarbeitet werden müssen, doch sie sind sich einig: „Die Menschen in Ghana begegnen Europäern offen und freundlich." Helmut Burlager ergänzt: "Sie sind dankbar, dass sich jemand für sie interessiert, dass es Leute gibt, die ihnen bei ihrer Entwicklung helfen wollen. Die Weser-Ems Freunde sind entschlossen, diese Menschen nicht im Stich zu lassen. Somit blühen bereits wenige Tage nach der Rückkehr schon neue Pläne zur Ausweitung ihres Engagements in Ghana auf.

Weitere Informationen über das Projekt und den Weser-Ems-Freundeskreis

Hier geht es zum Blog von Helmut Burlager mit vielen weiteren Geschichten aus Ghana.

"Weißer Mann - wer bist du?" - Ein persönlicher Bericht von Jochen Ewald

Reisebericht von Projektkoordinatorin Anke Luckja

Insight-Trip-Impressionen aus Ghana (Fotos: Helmut Burlager)

Lesen Sie einige Presseartikel über die Reise der Opportunity-Förderer nach Ghana:

Hilfe, die wirklich ankommt
(Jeversches Wochenblatt, 27.3.10)

Für alle soll es besser werden
(Jeversches Wochenblatt, 27.3.10)

Wochenrückblick von Helmut Burlager
(Jeversches Wochenblatt, 27.3.10)