Opportunity International auf der didacta-Bildungsmesse
Einmal jährlich ist die didacta ein Muss für alle, die im Bildungsbereich tätig sind - Lehrer, Erzieher, Ausbilder, Trainer und Hochschulprofessoren. Mit einem attraktiven Rahmenprogramm von über 1.500 Vorträgen ist die didacta "die Weiterbildungsveranstaltung".
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Dieses Jahr fand die didacta vom 10. bis 14. Februar in Hannover statt. Auch Opportunity International war dabei. Wir haben eine afrikanische Microschool aufgebaut, die von den Besuchern bestaunt werden konnte. Außerdem haben wir den neuen Schülerwettbewerb D-Mark-Detektive vorgestellt.
Am Mittwoch, dem 11. Februar, von 12.00 bis 12.45 Uhr, fand eine Opportunity-Forumsgesprächsrunde zum Thema "Microschools gegen Armut" statt. Ohne Bildung ist die Überwindung der weltweiten Armut nicht möglich. Durch Mikrofinanzierung entstehen als Alternative zu staatlichen Schulen privat gegründete Microschools in Afrika. Können "Bildungsunternehmer" die weltweite Bildungslücke schließen? Darüber diskutieren:
- Stefan Knüppel, Diplom-Ökonom und Opportunity-Vorstand
- Dr. Rupert Neudeck, Gründer des Nothilfe-Komitees Cap Anamur, Vorsitzender der Hilfsorganisation Grünhelme e.V., Opportunity-Schirmherr
- Millicent Botsio, Bildungsreferentin und Expertin für die deutsch-afrikanische Zusammenarbeit
Moderiert wurde die Gesprächsrunde von Pressesprecher Thomas Wöstmann.
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„Aus- und Weiterbildung ist das große Thema der Welt", fasste Dr. Rupert Neudeck gleich zu Beginn der Diskussion zusammen. Millicent Botsio, in Ghana aufgewachsen, erklärte die Situation folgendermaßen:
„Fehlende Bildung hat sehr viel mit Armut zu tun. In Ghana gibt es sehr wenig Möglichkeiten. Bildung gibt es in wenigen Familien, deswegen ist die schulische Bildung so wichtig. Eltern wollen eine bessere Situation für ihre Kinder schaffen. Bildung verschafft Menschen Chancen. Individuelle Fähigkeiten können ausgebaut und Talente gefördert werden."
Opportunity-Vorstand Stefan Knüppel erklärte das "Erfolgsrezept" der Microschools: „Überwiegend Frauen fangen ganz unten mit einem Bretterverschlag an. Microschools gibt es überall. Eigentlich dürften diese kleinen Schulen gar nicht erfolgreich sein. Sie sind es aber, denn die Klassen sind klein, sie sind gut erreichbar und das Schulgeld dient der Qualitätskontrolle."
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Anschließend erklärte Stefan Knüppel noch den neuen Schülerwettbewerb, bei dem wir D-Mark und Fremdwährung suchen. Dieses tote Kapital soll gesammelt und eingetauscht werden und dann den Opportunity-Microschools zugute kommen. Rupert Neudeck entschied sich spontan: „Ich gebe einen 30-Trillionen-Geldschein aus Simbabwe dazu!"
Am Schluss machte Stefan Knüppel noch einmal deutlich: „1,5 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu Kapital. Mit Mikrofinanzierung wurden bisher vielleicht 100 Millionen erreicht. Dies zeigt deutlich, dass die Bewegung erst am Anfang steht. Die Klienten, die wir betreuen, bekommen noch nicht einmal ein Gespräch bei einer Bank."
Eine Dame aus dem Publikum war so begeistert von der Idee, dass sie spontan ihr 5-D-Mark-Stück, das sie immer bei sich hat, für die D-Mark-Detektive-Aktion spendete. Der Anfang ist gemacht!











