Schülerin sammelt rund 4.000 Euro für Haiti
Nadine Wallnöfer, eine Abiturientin aus Starnberg, sah die schlimmen Bilder der Erdbeben-Katastrophe in Haiti und wollte unbedingt helfen. Sie hörte von Opportunity und sammelte an ihrer Schule sage und schreibe rund 4.000 Euro für unsere Wiederaufbauhilfe in Haiti.
Lesen Sie hier, wie es dazu kam:
Wie sind Sie auf Opportunity aufmerksam geworden?
Ich kannte die Organisation vom Hören über eine politische Zusammenarbeit meiner Eltern mit Opportunity-Botschafterin Ruth Paulig. Auch im Zusammenhang mit der Katastrophe in Haiti und unsrer geplanten Spende wandte ich mich an Frau Paulig, um über sie den Kontakt zu einer seriösen Hilfsorganisation zu bekommen - dies war dann Opportunity International.
Wie sind Sie auf das Projekt in Haiti aufmerksam geworden?
Ich habe die schrecklichen Bilder in den Nachrichten gesehen und wollte irgendwie helfen. Also plante ich an meiner Schule mit Unterstützung meines Direktors einen Spendenaufruf. Das Geld wollte ich dann durch eine Hilfsorganisation nach Haiti schicken, wobei uns wichtig war, dass es wirklich dort ankommen sollte. Die Vorraussetzungen und Reputation dies zu garantieren hatte Opportunity. Ich habe mir auf Empfehlung Frau Pauligs die Homepage angesehen und fand das Konzept so gut, dass ich mich telefonisch mit Opportunity in Verbindung setzte.
Wie lief die Spendenaktion ab?
Zuerst habe ich mein Anliegen natürlich Herrn Parsch, dem Direktor des Gymnasium Starnberg geschildert und ihn um Erlaubnis gefragt; er fand meine Idee sehr gut und hat mich sofort unterstützt und alles Bürokratische mit den betreffenden Lehrern, der SMV etc. abgeklärt. Dann haben wir ein Rundschreiben der Schule an alle Eltern herausgegeben, um sie über unser Hilfs-Projekt zu informieren und von da ab einen Infostand in der Schul-Aula aufgebaut.
Dort konnte man mehr über Opportunity und unser Vorhaben erfahren. In den unteren Klassen, bis einschließlich 10. Klasse haben die Klassensprecher das Geld eingesammelt. In der Oberstufe ging das nicht, da es dort keine festen Klassen gibt, also hatten wir noch eine Spendenbox, in die man in den Pausen am Infostand Geld spenden konnte. Für höhere Beträge hatten wir auf dem Rundschreiben die Spenden-Kontonummer mit einem Kennwort für unsere Schule angegeben, damit wir später erfahren konnten, wie viel gespendet wurde.
Die Aktion lief ca. zwei Wochen, vor den Faschingsferien. Zu den gesammelten rund 3.000 Euro legte das Direktorat 1.000 Euro vom Weihnachtsbazar drauf. Das Geld wurde zuerst auf das SMV-Konto eingezahlt und dann an Opportunity überwiesen. Es war ein tolles Gefühl, zu erleben, wie viel tatsächlich zusammengekommen war und sich auszumalen, wie vielen Menschen damit geholfen werden kann!
Grundlegende Informationen zu Ihrer Person
Ich heiße Nadine Wallnöfer, bin 19 Jahre alt und in der 13. Klasse; ich mache diesen Mai Abitur. Ich wohne mit meinen Eltern und meinen beiden Schwestern in der Nähe von München, ziemlich ländlich, mit vielen Tieren, aber ich gehe trotzdem sehr gerne und oft in nach München bummeln, in Ausstellungen und ins Kino oder in Clubs. Ich reise unglaublich gerne, segle, liebe Ski- und Snowboardfahren und will im Sommer Französisch lernen. Ansonsten bin ich eigentlich recht vielseitig interessiert, gerne draußen und unter Menschen, genieße mein Leben, so gut es eben geht, mit dem vielen Lernen zur Zeit.
Was stellen Sie sich für Ihre persönliche Zukunft vor?
Nach dem Abi möchte ich mich im Sommer zuerst bisschen treiben lassen und mich erholen und dann mache ein Praktikum in Frankreich, um die Sprache zu lernen. Danach war eigentlich ein Praktikum bei Opportunity geplant, verbunden mit einer Reise nach Haiti, um dort vor Ort zu helfen und vielleicht die Familien kennen zu lernen, denen mit unseren Geld geholfen wurde.
Doch das klappt dieses Jahr leider nicht, da die Zulassungsprüfung für Politikwissenschaften nur einmal jährlich im Herbst stattfindet und ich auf jeden Fall dieses Jahr in München an der LMU mit meinem Studium beginnen will. Ich hoffe aber, dass ich meinen Wunsch im nächsten Jahr realisieren kann, denn der Wiederaufbau in Haiti benötigt ja sehr viel Zeit. Mein Traum ist es, nach Auslands-Semestern in England, Italien und vielleicht Frankreich, im Auswärtigen Amt in der Entwicklungshilfe tätig zu sein.








