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Das Opportunity-Netzwerk startet in der D.R. Kongo

Das Opportunity-Netzwerk erweitert seine Mikrofinanzarbeit in Afrika und gibt damit noch mehr Menschen in Armut eine Hoffnung, sich selbst aus der Not zu befreien.

Am 19. Mai 2011 fand die festliche Eröffnung von Opportunity International in der Demokratischen Republik Kongo in Kinshasa statt. Dabei waren lokale Regierungs- vertreter, Würdenträger, Vertreter des Opportunity-Netzwerkes, sowie Spender, Unterstützer und Klienten anwesend. Die Eröffnung ist ein Meilenstein in der Ausweitung des Opportunity-Netzwerkes und ist die erste Kooperation der Organisation in der D.R. Kongo. Dort wird Opportunity von nun an für die arme Bevölkerung sichere Finanzdienstleistungen und Schulungen anbieten, v.a. einer Mehrheit an Frauen, die noch nie einen Zugang zu einem Bankkonto hatten.

Unter den Rednern waren der Landesdirektor des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP) Adama Guindo und der Vorstand der kongolesischen Zentralbank Jean-Claude Masangu Mulongo sowie Vertreter des Opportunity-Netzwerkes. Der CEO von Opportunity Kongo, Gilbert Lagaillarde, zeigte sich erfreut über die entstandene Zusammenarbeit: „Opportunity International legte vor einigen Jahren den Grundstein für die Eröffnung hier in der D.R. Kongo und es ist erfreulich zu sehen, dass diese Vorarbeit nun Früchte trägt. Wir bedanken uns ganz besonders bei den Unterstützern und sind sehr stolz darüber, nun der kongolesischen Bevölkerung Zugang zu sicheren und erschwinglichen Finanzdienstleistungen anbieten zu können."

Opportunity plant in den kommenden drei Jahren die Vergabe von über 47.000 Mikrokrediten für unternehmerisch aktive Menschen und die Eröffnung von vier weiteren Filialen, damit ein Großteil der Bevölkerung auch in entlegenen Gebieten das Angebot der sozialen Mikrofinanz wahrnehmen kann.

Gruppenbild
Ein Gruppenbild mit Unterstützern und den neuen Klienten

Die D.R. Kongo zählt mit einem Bruttoinlandsprodukt pro Kopf von 300 US-Dollar (227. Stelle im weltweiten Vergleich) zu einem der ärmsten Länder der Erde. Nur etwa ein Prozent der über 71 Millionen Kongolesen verfügt über einen Zugang zu Finanzdienstleistungen. Die D.R. Kongo, die zuvor als Zaire unter dem Diktator Joseph Mobutu armregiert wurde, ist zudem vom darauffolgenden, jahrelangen Bürgerkrieg gezeichnet. Erst vor fünf Jahren fanden die ersten freien Wahlen statt.

„Die Errichtung eines Mikrofinanz-Instituts in der D.R. Kongo durch das Opportunity-Netzwerk ist ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der ökonomischen Situation unserer Bürger", so der Chef der kongolesischen Zentralbank Mulongo. Er fügt noch hinzu: „Ich bin gespannt auf die Auswirkungen eines verbesserten Zugangs zu Finanzdienstleistungen für das wirtschaftliche Wachstum und die Expansion des Binnenhandels in unserem Land."

Eine große Zahl an öffentlichen, unternehmerischen und privaten Spendern machte die Gründung von Opportunity Kongo möglich. Unter ihnen der hier geborene ehemalige Basketballprofi der NBA Dikembe Mutombo. Bevor er in den 1980er Jahren in die USA auswanderte, verkaufte er in seiner Heimat Brot, Käse und Getränke, um seine Existenz und die seiner Familie zu sichern.

Mutombo ist beratendes Mitglied des Opportunity-Netzwerkes und freut sich auf die Arbeit Opportunitys im Kongo: „Opportunity gibt Menschen in Afrika Hoffnung. Wir müssen alle unseren Teil dazu beitragen, um Armut zu bekämpfen. Ich glaube, dass Mikrofinanz und der Zugang zu Sparkonten für Afrika den einzigen Weg aus der Armut bereiten können. Als Kongolese bin ich stolz zu sehen, dass der Opportunitys Traum, die soziale Mikrofinanz in die D.R. Kongo zu bringen, Wirklichkeit geworden ist und einen Funken Hoffnung für die Armen bringt."