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Opportunity-Gesprächsabende im November

Menschen fördern heißt Frieden fördern!

Gesprächsrunde
Vorstand Stefan Knüppel und Dr. Ketut Waspada werden von Thomas Wöstmann befragt

Die indonesische Insel Bali gilt vielen als traumhaftes Urlaubsparadies. Dass auf Bali gleichsam Armut, Hass und Gewalt herrschen, wurde bei den Opportunity-Gesprächsabenden im November deutlich.
Die Veranstaltungen fanden in Leipzig, Nürnberg, Stuttgart und Bielefeld unter Mitwirkung von Vorstand Stefan Knüppel, Pressesprecher Thomas Wöstmann und unserem Gast aus Indonesien, Rev. Dr. Ketut Waspada, statt.

Das Thema der Abende lautete „Menschen fördern heißt Frieden fördern". Kernaussage war dabei: Kleinkredite nach dem Prinzip des Friedensnobelpreisträgers Muhammad Yunus wirken der Armut entgegen und leisten damit einen wichtigen Beitrag, um mehr Frieden in eine zerrissene Gesellschaft zu tragen.

Christen auf Bali sind die Minderheit unter einer Minderheit. Auf Bali sind mehr als 90 Prozent der Menschen Hindus, während das gesamte Indonesien praktisch ausschließlich muslimisch ist. Die Konfessionen bekämpfen sich: subtil, durch soziale Ausgrenzung des Andersglauben, aber auch mit offener Gewalt. Immer wieder werden christliche Gotteshäuser niedergebrannt. Reverent Dr. Ketut Waspada berichtete authentisch über den allgegenwärtigen Hass, dem seine Gruppe ausgesetzt ist.

Waspada hat aber nicht nur eine geistliche Mission. Er gründete vor 15 Jahren eine Stiftung für Mikrofinanzierung, die heute der Partner von Opportunity International ist. Die deutsche und die balinesische Stiftung haben sich zum Ziel gesetzt, mit Kleinkrediten Gewerbetreibende aus der Armut zu führen.

Diskussion
Teilnehmer in Bielefeld diskutieren mit

Waspada berichtete über die friedensstiftende Wirkung seiner Arbeit: „Zu uns kommen auch Muslime und Hindus, und bitten um Kleinkredite - obwohl sie wissen, dass wir Christen sind".
Und weil nach dem Prinzip von Opportunity Kreditnehmer sich stets zu Gruppen zusammen finden, arbeiten in diesen Gruppen eben auch Menschen verschiedenster Konfessionen eng zusammen - ohne sich zu befehden.

Stefan Knüppel erklärte den zahlreich erschienen Interessierten die Arbeit von Opportunity International. „Was wir tun, tun wir nicht für uns, sondern für unsere Kreditnehmer. Deren schöpferische Kraft kann helfen, Armut zu überwinden und damit auch Frieden zu schaffen", betonte Knüppel den karitativen Anspruch der christlichen Stiftung.

Stefan Knüppel selbst ging dabei mit gutem Beispiel voran: vor drei Jahren wurde er zum klassischen Wirtschaftsaussteiger. Vom Vorstandsposten eines großen deutschen Unternehmens wechselte er zu Opportunity International - und handelte fortan nicht mehr mit „guten" Produkten, sondern mit einer guten Idee.

Gefreut haben wir uns über die rege Beteiligung der Interessierten, die eine lebendige Diskussion entstehen ließ. Bei einem kleinen Buffet mit asiatischem Fingerfood und persönlichem Austausch untereinander ließ man den Abend entspannt ausklingen.