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Eine Schule für Ashanti - 16 Schüler aus Rosenheim auf dem Weg nach Ghana

„Als ich davon hörte, dass wir eine Schule in Ghana bauen werden, wollte ich unbedingt dabei sein", so die 17-jährige Schülerin Nicole aus Rosenheim. Die Begeisterung ist der Teenagerin des Karolinengymnasiums noch deutlich anzuspüren. Als eine von zahlreichen Bewerbern hat sie einen der begehrten 16 Plätze in dem von Lehrer Mark Lörz betreutem Projekt bekommen. Über 40 Schüler wollten in dem Projekt-Team dabei sein, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, im Zeitraum der nächsten 12 Monate aus eigener Initiative und Engagement eine Microschool in Ghana aufzubauen.

„Unsere Schüler haben uns von Anfang an überrascht mit ihrer Begeisterung, aber auch mit dem enormen Engagement für unser Schulprojekt", so der verantwortliche Lehrer Mark Lörtz. Die eigenständige Planung und Durchführung eines Projekts ist im Stundenplan der 11. Klassen in den Gymnasien fest verankert.

Dass in diesem Rahmen gleich eine ganze Schule gebaut werden soll, kam aber bisher wohl in ganz Bayern noch niemals vor. „Das verlangt den Schülern schon unwahrscheinlich viel ab. Aber sie können dabei auch enorm viel lernen", ist sich Lehrer Mark Lörz sicher. In knapp einem Jahr wird die Projektgruppe zudem nach Ghana aufbrechen, um die Idee einer Microschool mit den in Deutschland gesammelten Spenden in die Tat umzusetzen. Hier werden die Schüler tatkräftig beim Bau eines Gebäudes mithelfen.

Das von den Schülern und Teilnehmern ausgerufene Ziel ist herausfordernd und nicht zu unterschätzen. Geplant ist es, in den kommenden 12 Monaten 50.000 Euro an Spendengeldern zu sammeln, um so den Aufbau einer Microschool möglich zu machen.

Mit dieser Vorgabe will man dem großen Ziel in Ghana, mehr Kindern die Möglichkeit zu bieten eine Schule besuchen zu können, ein großes Stück näherkommen.

Noch heute, trotz Schulpflicht und vielen Angeboten, gibt es Regionen wo bis zu 15 Prozent der Kinder nicht zur Schule gehen. „Die großen Schulen sind manchmal einfach zu weit weg, die Eltern haben Angst, ihre Kinder auf so weite Wege zu schicken, oder die Klassen sind so groß, dass die Kinder wenig lernen", erzählt Tony Fosu, der CEO der Opportunity-Partnerorganisation in Ghana. Weiter berichtet er vom großen Bedarf an Investitionsmaßnahmen im Bildungssektor in Ghana.

„Wir haben uns das aufwendigste Projekt ausgesucht. Doch dafür lohnt es sich, seine Freizeit zu opfern. Denn damit können wir wirklich etwas erreichen", sagte Veronika Karlinger bei der Startveranstaltung. Die 16-Jährige ist für die Öffentlichkeitsarbeit der Schülergruppe verantwortlich.

Bis jetzt habe alles gut geklappt. Sie zeigte sich zuversichtlich, dass am Schluss des Projekts in gut eineinhalb Jahren tatsächlich eine Schule in Ghana unter dem Motto "Karo hilft - unsere Schule für Ashanti!" entsteht.

Stefan Knueppel
Stefan Knüppel mit Schülern des
Karolinengymnasiums

Opportunity-Microschools entstehen häufig als Elterninitiativen, die eine Nachbarschaftsschule gründen. Das Microschool-Programm in Ghana erreicht heute schon über 500 Schulen und in einem Jahr wird durch das Engagement der Schüler des Karolinengymnasiums hoffentlich mindestens eine weitere dazu kommen.

„Nur Bildung wird auf Dauer die Armut in Ghana überwinden", ist sich Tony Fosu sicher. Das Engagement und die Leidenschaft, mit der die Schüler aus Rosenheim so praktisch mithelfen, haben den Ghanaer tief beeindruckt.

Der erste Abend war für das Projekt-Team des Karolinengymnasiums ein großer Erfolg. Nach einem Tag waren, auch dank einer großzügigen Spende der HypoVereinsbank, schon fast 6000 Euro auf dem extra für das Projekt eingerichteten Konto. In den nächsten Monaten wird es vor allem darum gehen, sich gut auf die bevorstehenden Aufgaben und den geplanten Trip nach Ghana vorzubereiten und sich auch von etwaigen Rückschlägen nicht aufhalten zu lassen.

Für das Ziel der Schüler, insgesamt 50.000 Euro Spenden zu sammeln, um ihre Microschool in Ghana aufzubauen und damit den Kindern und Jugendlichen in Ghana eine Chance auf Schulbildung und so auf ein besseres Leben zu bieten, sind die Schüler auf Spendengelder angewiesen.

 

Bitte unterstützen Sie die Aktion und spenden Sie unter:

Opportunity International
Hypo Vereinsbank Rosenheim
BLZ: 711 200 77
Konto: 168 260 14

Informationen zum Projekt gibt es auf einer Facebook-Seite der Schüler und auf der Website.