Opportunity International Deutschland jetzt spenden

Suchfunktion

Newsletter

Weitersagen

Mit Opportunity-Microschools gegen den Bildungshunger

An dem Tag, an dem Emanuel Kedonko aus Ghana sein Kind an der Opportunity-Microschool von Comfort Amofah anmeldet, ist er sich seiner Sache sicher: „Meine ersten fünf Kinder habe ich zu einer öffentlichen Schule geschickt. Aber dort wird keine gute Arbeit gemacht. Die Lehrer kümmern sich nicht gut um die Kinder. Sie achten zu wenig darauf, dass die Kinder in den Büchern lesen. Jetzt habe ich von dieser Schule hier gehört. Mein jüngster Sohn soll hier zur Schule gehen, auch wenn ich ein paar Cedis Gebühren zahlen muss." Ein Einzelfall sicherlich - der aber die Schwierigkeit des öffentlichen Schulsystems in Staaten wie Ghana widerspiegelt.

 

Schule auf dem Land
Eine Schule auf dem Land, Foto: Sandra Konold

„Wir kommen nicht drum herum zu sagen: Bei uns in den staatlichen Schulen sind die Ergebnisse schlechter", ausgerechnet der Büroleiter der staatlichen Schulbehörde in Ghanas Hauptstadt Accra spricht die Probleme offen an. James Dinsey weiß darum: Viel zu große Klassen, oft mit mehr als 70 Kindern, dazu überforderte, bisweilen unmotivierte Lehrer, manchmal auch korrupte Schulleiter. „Gerade erst mussten wir einschreiten, weil manche von ihnen von ahnungslosen Eltern Schulgebühren eingefordert hatten."

Die angemahnte Hilfe bleibt häufig aus. „Gerade erst wurde unser Etat um 51 Prozent gekürzt", sagte James Dinsey. Was der britische Erziehungsexperte Professor James Tooley in einer weltweiten Studie herausfand, zeigt sich auch in Ghana. Ohne die Privatinitiative von Schulgründern, ohne die von Opportunity unterstützten Microschools, sähe es um die Schulbildung in vielen Staaten noch viel schlechter aus. „Grundschule für jeden bis 2015? Dieses Millenniumsziel werden wir in Ghana jedenfalls nicht erreichen", sagt James Dinsey.

Microschools sind anders
James TooleyMicroschools haben sich in vielen Staatenals sinnvolle Alternative erwiesen. Sie schließen Lücken, die das staatliche Schulsystem offen lässt - gerade auch für arme Familien. Sie nehmen die Kinder auf, die keine staatliche Schule besuchen können, zum Beispiel weil der Schulweg zu weit ist. Professor Tooley fand heraus, dass privat betriebene Schulen tatsächlich oft die bessere Alternative zu staatlichen Einrichtungen sind. Er untersuchte die Abschlussergebnisse von Schülern in mehreren afrikanischen und asiatischen Staaten und kam zu dem Ergebnis, dass die Schüler in privaten Schulen insgesamt besser ausgebildet sind.

Lesen Sie hier auch das Statement von Herrn Professor Tooley zu dem Konzept der Microschools!