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Opportunity-Bilderausstellung in der Sparkasse München-Starnberg

Das Foyer war mit interessierten Gästen gefüllt, die lichtdurchflutete Atmosphäre des Neubaus bot eine ansprechende Kulisse: Opportunity International Deutschland war zu Gast in der Sparkasse Starnberg und gab Einblicke in seine Mikrofinanzarbeit.

Neben einem Informationsabend mit Vorträgen über die Arbeit in Ghana war die Veranstaltung Auftakt zu einer Bilderausstellung, die vom 21. Oktober bis zum 4. November 2008 gezeigt wurde.

Auf einem Dutzend Bildtafeln stellten wir den Weg eines Mikrokredites von der Startvergabe bis zum Endergebnis anhand der persönlichen Lebensgeschichten von Kreditnehmern dar: Die Gründung und Entwicklung eines Kleinunternehmens bis hin zu seinen Auswirkungen auf das Schicksal Einzelner und ihrer Familien.

Neudeck
Dr. Rupert Neudeck mit gebrochenem Arm

Dr. Rupert Neudeck, Gründer der Notfallhilfe-Organisation „Cap Anamur" und Schirmherr von Opportunity International, ließ sich trotz des kürzlich gebrochenen Armes nicht davon abhalten, das Rednerpult zu betreten. Sein engagierter Vortrag über die Umsetzung aktiver Entwicklungspolitik gab zunächst einen Überblick über 30 Jahre humanitäre Hilfen in der entwicklungspolitischen Arbeit.

Das Konzept der Mikrofinanzierung lobte Neudeck als die derzeit beste Strategie in punkto Armutsbekämpfung. Es basiert auf den Leitlinien von Professor Muhammad Yunus aus Bangladesh, dessen bahnbrechende wirtschaftswissenschaft- liche Entwicklung und erfolgreiche Umsetzung des Mikrofinanzkonzeptes ihm im Jahre 2006 den Friedensnobelpreis bescherte.

Opportunity-Vorstand Stefan Knüppel stellte ergänzend Möglichkeiten der finanziellen Umsetzung vor: „Es sind durchschnittlich 137 Euro, die eine Frau oder ein Mann braucht, um sich mit seinem Können, seiner Qualifikation und der eigentlichen Idee selbständig zu machen. Dadurch wird der Erfolg und somit auch die Eigeninitiative der Menschen gefördert."

Eine Abhängigkeit von Almosen oder Entwicklungshilfe entfällt somit. „Wir müssen den Menschen auf Augenhöhe begegnen", ergänzte Stefan Knüppel ein Selbstverständnis der Organisation Opportunity International. Es zielt vor allem auf die Eigeninitiative der Menschen ab, um ihre Selbstständigkeit und Eigeninitiative zu fördern.

Eine kontroverse Diskussion mit den Zuhörern der Vorträge zeigte, dass der Funke an diesem Abend übergesprungen war. „Diese Organisation ist wirklich direkt am Menschen dran", ist auch Ruth Paulig überzeugt. Die Umweltpolitische Sprecherin der Grünen und ehemalige Grünen-Landtagsabgeordnete hatte die Veranstaltung aus eigener Überzeugung initiiert.

Bereits seit einiger Zeit engagiert sie sich für die Mikrofinanzarbeit in Afrika und rührt auch hierzulande kräftig die Werbetrommel. Vor zwei Jahren stieß sie auf die Arbeit von Opportunity International. Vor einigen Wochen war sie persönlich in Ghana unterwegs, um sich einen Eindruck von den Projekten Opportunitys vor Ort zu verschaffen. Für ihr Engagement erhielt sie zum Abschluss der Veranstaltung einen Blumenstrauß.