Bankausstellung Bayreuth: Der "reiche Onkel aus dem Norden"
Am 14.10.2010 eröffneten Opportunity-Vorstand Stefan Knüppel und Opportunity-Schirmherr Dr. Rupert Neudeck die Bankausstellung in Bayreuth.
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„Tue Gutes und rede darüber", so Wolfgang Hetz, Vorstandsmitglied der Sparkasse Bayreuth. In der Sparkasse wird Opportunity eine breite Plattform zur Verfügung gestellt, um mit Fotos, Grafiken und Texten einen Einblick in die faszinierende Welt der Kleinkredite und der Mikrofinanzierung zu geben, jene Idee, für die 2006 der Friedensnobelpreis an Muhammad Yunus vergeben wurde und die Opportunity als größte deutsche, gemeinnützige Stiftung für Kleinkredite weiter trägt.
Diese Ausstellung ist ein weiterer Schritt, um auf die Wirkungen der Kleinkredite in armen Entwicklungsländern aufmerksam zu machen. Die Sparkasse Bayreuth sieht Parallelen zu den eigenen Anfängen und ist von der Idee der Hilfe zur Selbsthilfe durch Mikrokredite überzeugt. Daher unterstützt sie Opportunity International dabei, seine Botschaft weiterzutragen. Für die Ausstellung stellt die Sparkasse bis zum 3. November 2010 seine Kundenhalle zur Verfügung.
![]() Das Sparkassengebäude in Bayreuth |
Kleinkredite sollen den Menschen Hilfe zur Selbsthilfe geben, sie sind kein Geschenk des „reichen Onkels aus dem Norden", betonte Vorstand Stefan Knüppel bei seinem Vortrag. Dr. Rupert Neudeck, Gründer der Grünhelme e. V. und seit langen Jahren Schirmherr von Opportunity, fügte hinzu, dass Mikrokredite - im Gegensatz zur staatlichen Entwicklungshilfe - die Menschen dazu aktivieren, autonom zu handeln. Die Kredite werden direkt an sie ausgezahlt und ermöglichen ihnen, eigenverantwortlich etwas aufzubauen.
„Der afrikanische Schuhputzer hat Wissen, aber kein Kapital", so Stefan Knüppel. Während er bei einer herkömmlichen Bank auch keinen Kredit bekommen würde, eröffnet Opportunity ihm eine Zukunftsperspektive durch einen individuellen Kredit. Dass dieses Konzept funktioniert, bestätigt die Rückzahlungsquote der Kredite von 97 Prozent.
Opportunity zeigt die Geschichten der Kreditnehmer, die von Armut handeln, aber auch „von hoffnungsvoller Zuversicht auf eine bessere Zukunft", erklärte Stefan Knüppel. Da ist beispielsweise Regina aus Mosambik, die ihre Kinder, nachdem sie vom Mann verlassen wurde, alleine großzieht und sich dank eines von Opportunity mitfinanzierten Gemüsestandes so viel Geld beiseite legen kann, dass sie sich - allmählich, Stein für Stein - ein kleines Haus bauen kann, um mit ihrer Familie aus der winzigen Wellblechhütte ausziehen zu können.










